Grünen-Chef will Verbot von Ramschpreisen für Lebensmittel

Joghurt im Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem sogenannten „Lebensmittel-Gipfel“ im Kanzleramt hat der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck von der Bundesregierung ein Verbot von Ramschpreisen gefordert. „Dieses Preisdumping im Supermarkt macht mich wütend. Das muss die Bundesregierung untersagen“, sagte Habeck der „Bild am Sonntag“.

Die derzeitige industrielle Produktion von Lebensmitteln gehe gegen die Interessen der Landwirte, weil sie unter diesem Druck einfach nur immer billiger immer mehr produzieren müssten. „Und dann werden Käufer mit Ramschpreisen in den Laden gelockt“, so Habeck. Habeck drängte darauf, die konventionelle Haltung von Tieren schrittweise zu ändern, um so das System der Landwirtschaft wirklich umzukrempeln. Sein Vorschlag: ein Tierschutzcent auf tierische Produkte. „Damit wird der Umbau von Ställen finanziert und Tiere bekommen mehr Platz“, so Habeck. Diesen kleinen Preisaufschlag würde der Verbraucher an der Kasse kaum merken. Nach den Vorstellungen des Grünen-Vorsitzenden soll die Verantwortung beim Konsum nicht beim Verbraucher liegen, sondern die Politik müsse strengere Regeln festlegen: „Die Menschen können ihr Nackensteak grillen, wann sie wollen. Was aber die Politik dringend ändern muss, ist die Tierhaltung. Die muss so sein, dass Schweine nicht leiden. Ich möchte nicht, dass hochintelligente Säugetiere zu Rohstofflieferanten degradiert werden. Wenn der Tierschutz eingehalten wird, kann jeder mit seinen Nackensteaks machen, was er will.“

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Foto: Joghurt im Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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