Nachrichten

Gesundheitsminister erwartet früheres Impfangebot für alle

Impfzentrum in der Arena, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein Impfangebot für alle Interessierten nun schon „im zweiten Quartal 2021“ in Aussicht gestellt. Das schreibt die „Welt“ in ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf mehrere Teilnehmer einer digitalen Fraktionssitzung der Union.

Anzeige

Über die Information gab es durchaus Erstaunen, war doch bisher eher von einem Impfstart für alle ab dem Sommer die Rede. Kritik an Spahn gab es in der Sitzung laut des Zeitungsberichts nicht. Vielmehr wurde der Minister für seinen Einsatz gelobt. Kritik, wonach zu wenig Impfungen stattfänden, reichte der Minister den Angaben zufolge an die Bundesländer weiter.

Die „inständige Bitte, einheitlich zu handeln“, sei vergeblich gewesen, so Spahn. Es gibt in den Ländern sehr unterschiedliches Vorgehen in Bezug auf das Impftempo und die Terminvergabe. Teils hängen die Impfwilligen lange in Hotlines fest. Die Länder kritisieren ihrerseits den Bund dafür, nicht genug Impfstoff beschafft zu haben.

Hier kündigte Spahn deutliche Verbesserungen an. Der Minister rechnete demnach in der Sitzung vor, dass Deutschland vom Impfstoff der Firma Biontech/Pifzer 90 Millionen Dosen über den EU-Einkauf und noch einmal 30 Millionen aus einem nationalen Vertrag in diesem Jahr erhält. Die Menge des Impfstoffs der Firma Moderna, mit dessen kurzfristiger Zulassung Spahn rechnet, beziffert er auf 50 Millionen Dosen im gesamten Jahr 2021. Insgesamt stünden so von den beiden Herstellern 170 Millionen Dosen für rund 83 Millionen Menschen zur Verfügung.

Spahn kündigte den Angaben zufolge auch an, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA die Zulassung für die Nutzung von sechs Impfdosen pro Ampulle des Biontech-Impfstoffs erlauben wird. Bisher dürfen aus einer Ampulle nur fünf Dosen entnommen werden, der Rest soll verfallen.

Foto: Impfzentrum in der Arena, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Erst ein Viertel der beantragten "Novemberhilfen" ausbezahlt

Nächster Artikel

EU erlaubt Milliardenhilfe für Tui