Finnische Außenministerin glaubt an Wirkung der Russland-Sanktionen

Finanzviertel von Moskau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Finnlands Außenministerin Elina Valtonen ist sich sicher, dass die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland langsam wirken. „Bei den Sanktionen muss man verstehen, dass sie natürlich nie über Nacht wirken“, sagte sie den Sendern RTL und ntv.

„In den letzten drei Jahren haben die Sanktionen trotzdem bewirkt, dass die Wirtschaft in Russland tatsächlich langsam schon schwächelt.“ Das werde dadurch sichtbar, dass die Inflation in Russland – offiziell ist sie bei zehn Prozent – aber inoffiziell im Alltag gemessen, weit über 20 Prozent sei.

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„Das spiegelt sich auch darin wider, dass die Zentralbank den Leitzins bei 21 Prozent schon lange festsetzt, um gegen die Inflation und die Kapitalflucht zu kämpfen.“ Das zeige, dass Russland nicht unbesiegbar sei auf dieser Weise, so Valtonen.

Die Außenministerin sieht zudem deutliche Anzeichen dafür, dass Russland die Nato nicht als reale Bedrohung sieht. „Russland hat seine Präsenz an unserer Grenze nicht erhöht, sondern sogar verringert, nämlich die ganzen Truppen in die Ukraine gezogen und das jetzt schon seit dem Beginn des Angriffskrieges“, sagte sie. „Aber wenn es so sein würde, dass die Nato wirklich eine Bedrohung Russland gegenüber darstellen würde, dann hätte Russland bestimmt nicht seine militärische Präsenz hier abgezogen, als Finnland und Schweden der Nato beigetreten sind.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Finanzviertel von Moskau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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