FDP kritisiert Forderung nach Corona-Abgabe für Superreiche
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionsvize Christian Dürr hat die Forderung der Linkspartei nach einer Corona-Abgabe für Superreiche zurückgewiesen. „In Krisenzeiten ist es wichtig, Bürger und Unternehmen zu entlasten und ihnen nicht noch mehr Abgaben aufzudrücken. Der große Teil des Vermögens in Deutschland findet sich in Betrieben wieder. Es geht gerade nicht um Superreiche, wie die Linken sie gerne nennen, sondern um Unternehmer, die sich durch jahrelange harte Arbeit einen Betrieb aufgebaut und unzählige Arbeitsplätze geschaffen haben“, sagte Dürr der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hatte zur Finanzierung der Kosten der Coronakrise einen einmaligen Solidarbeitrag für Multimillionäre und Milliardäre gefordert. Dürr sagte dazu: „Diese Menschen bangen gerade um ihre wirtschaftliche Existenz. Dass Herr Bartsch jetzt eine zusätzliche Corona-Abgabe fordert, ist der blanke Hohn.“ Viele Arbeitgeber wüssten nicht, wie sie im April ihre Mitarbeiter bezahlen sollen. Da sei eine Debatte über Steuererhöhungen jeglicher Form „völlig unangebracht“, so der FDP-Politiker.
Foto: FDP-Logo, über dts Nachrichtenagentur
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