EU-Außenbeauftragter mahnt schnellere Panzerlieferungen an

Bundeswehr-Panzer ´Leopard 2´, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, hat die Ankündigung einiger europäischer Staaten kritisiert, der Ukraine nun doch keine Leopard-2-Panzer liefern zu wollen. „Die Länder müssen so viele Panzer wie möglich und so schnell wie möglich liefern“, sagte Borrell am Mittwoch dem Fernsehsender „Phoenix“.

Es sei sehr enttäuschend, wenn, nachdem so lange auf Deutschland mit dem Finger gezeigt worden sei, diese Länder jetzt nicht mitzögen. Am Vortag hatten Dänemark und die Niederlande angekündigt, nun doch keine Leopard-2-Panzer liefern zu wollen. Aus Borrells Sicht ist das jedoch von großer Bedeutung für die Ukraine: „Wir brauchen diese Panzer, die Ukraine braucht sie, alle Panzer, die man freimachen kann. Wir müssen die Ukraine unterstützen und das irgendwie möglich machen.“

Anzeige

Dies müsse schnell geschehen. „Ich weiß, dass aller möglicher Druck auf meine Kollegen ausgeübt werden muss“, so der EU-Außenbeauftragte. „Wir müssen eine Reaktion einfordern. Ich weiß, dass es hunderte von Panzern in den EU-Armeen gibt, einige davon muss man wieder aufarbeiten, aber dann muss man das machen, und zwar schnell, denn im Frühling wird es zu spät sein“, so Borrell.

Auf die Sanktionspolitik der EU warf er einen selbstkritischen Blick: „Wir haben ja die Sanktionen schrittweise verabschiedet, vielleicht zu schrittweise. Wir haben fast alles getan, was wir tun können. Das letzte Paket enthält nun noch zusätzliche Industriezweige“, so der EU-Vertreter. „Aber wenn man gewisse Kritik üben will, Selbstkritik, dann könnte man sagen, dass unser Ansatz zu schrittweise war. Vielleicht hätten wir schneller handeln sollen.“

Foto: Bundeswehr-Panzer ´Leopard 2´, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenGrüne kritisieren mangelnde Klima-Beschlüsse bei KabinettsklausurNachrichtenInfratest: AfD legt in Sachsen-Anhalt etwas zu – BSW draußenNachrichtenDax legt leicht zu – Anleger zurückhaltend vor Nvidia-Zahlen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenZwei Tote durch Malaria am Frankfurter FlughafenNachrichtenThüringer BSW will bei Misstrauensvotum nicht für Höcke stimmenNachrichtenVerdi und Klima-Allianz drängen auf Investitionen in WärmewendeNachrichtenGeas: Nur 1,5 Prozent der eingereisten Migranten registriertNachrichtenMeta und US-Bundesstaaten einigen sich auf Milliarden-VergleichNachrichtenNach tödlicher Flut in Nepal: Unklarheit über deutsche Opfer
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok