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Esken hält „normalen“ Unterricht derzeit für undenkbar

Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken stimmt Eltern mit Schulkindern auf eine lange Phase ohne regulären Schulbetrieb ein. „Ein `normaler` Unterricht ist derzeit undenkbar, auch nicht im neuen Schuljahr“, sagte Esken der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Die SPD-Chefin rechnet damit, dass die Schulen wegen des Abstandsgebotes auch nach den Sommerferien lediglich einen Schichtunterricht in kontrollierbaren kleinen Gruppen anbieten können, begleitet von digital gestützten Lernangeboten für zu Hause.

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„Wie lange das so bleibt, hängt womöglich davon ab, wann ein Impfstoff kommt. Schuleltern brauchen jetzt klare Strukturen, auf die sie sich verlassen und mit denen sie planen können“, forderte Esken, die von 2012 bis 2014 Vize-Vorsitzende des Landeselternbeirats in Baden-Württemberg war. Deshalb müssten Schulen nun ein System aus Präsenz- und Fernunterricht aufbauen, das im neuen Schuljahr Bestand habe. Die verbleibende Zeit bis zu den Sommerferien, je nach Bundesland sieben bis zwölf Wochen, sei dafür „die Entwicklungs- und Testphase“. Dabei müssten sämtliche Klassenstufen einbezogen werden. Damit das Schichtmodell gelingt, kann sich die 58-Jährige auch Samstagsunterricht vorstellen. „Mit dem Samstag könnten alle Schüler drei Tage pro Woche in die Schule kommen. Auch die Eltern hätten damit einen brauchbaren Rhythmus“, so die SPD-Politikerin. Um Eltern in der Corona-Zeit finanziell zu entlasten, plädiert die SPD-Vorsitzende für einen Kinderbonus, wie er auch 2009 im Zuge der Finanzkrise gezahlt wurde.

Foto: Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

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