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Erwerbstätigkeit im ersten Quartal gesunken

via dts Nachrichtenagentur

Im 1. Quartal 2026 sind rund 45,6 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Erwerbstätigenzahl damit im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 61.000 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent. Im 3. und 4. Quartal 2025 war die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt ebenfalls um jeweils 0,1 Prozent gesunken.

Ohne Bereinigung um saisonale Effekte ging die Zahl der Erwerbstätigen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 4. Quartal 2025 um 486.000 Personen oder 1,1 Prozent zurück. Zwar ist ein Rückgang der Erwerbstätigkeit im 1. Quartal eines Jahres saisonal üblich. Im Jahr 2026 fiel die Abnahme zu Jahresbeginn allerdings um mehr als 100.000 Personen stärker aus als im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 (-381.000 Personen; -0,8 Prozent).

Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Erwerbstätigen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 1. Quartal 2025 um 157.000 Personen (-0,3 Prozent). Im 3. Quartal 2025 war die Beschäftigung erstmals seit dem 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen (-19.000 Personen; 0,0 Prozent). Der vorherige Beschäftigungsanstieg im Vorjahresvergleich nach der Coronakrise hatte seinen Höhepunkt im 2. Quartal 2022 (+679.000 Personen; +1,5 Prozent). Danach flachte er immer weiter ab. Im 2. Quartal 2025 war das Vorjahresniveau nur noch um 15.000 Personen (0,0 Prozent) überschritten worden.

Während die Erwerbstätigenzahl in den Dienstleistungsbereichen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal noch zunahm (+45.000 Personen; +0,1 Prozent), sank die Erwerbstätigkeit außerhalb der Dienstleistungsbereiche kräftig, und zwar um insgesamt 202.000 Personen (-1,8 Prozent).

Dabei entwickelte sich die Beschäftigung innerhalb der Dienstleistungsbereiche unterschiedlich: Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit setzte seinen langjährigen Aufwärtstrend fort und wuchs deutlich um 181.000 Personen (+1,5 Prozent). Die zweitgrößte absolute Zunahme innerhalb der Dienstleistungsbereiche verzeichnete im 1. Quartal 2026 der Bereich Sonstige Dienstleistungen (unter anderem Verbände und Interessenvertretungen) mit +21.000 Personen (+0,7 Prozent). Im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleister war ein Plus von 13.000 Personen (+1,2 Prozent) zu verzeichnen.

Dagegen ging im Bereich Information und Kommunikation die Zahl der Erwerbstätigen weiter zurück, und zwar um 24.000 Personen (-1,5 Prozent). Bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch der Bereich Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften gehört, vergrößerte sich das Minus auf 72.000 Personen (-1,2 Prozent). Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe nahm die Beschäftigung um 81.000 Personen (-0,8 Prozent) ab.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe schrumpfte die Erwerbstätigenzahl im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal weiterhin kräftig (-171.000 Personen; -2,1 Prozent). Im Baugewerbe sank die Beschäftigung im 1. Quartal 2026 ebenfalls, und zwar um 27.000 Personen (-1,1 Prozent) und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei nahm sie um 4.000 Personen (-0,7 Prozent) ab.

Die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist im 4. Quartal 2025 zu Ende gegangen, so das Bundesamt weiter. Im 1. Quartal 2026 setzte sich nach hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit deren Abwärtstrend gegenüber dem Vorjahr fort. Beschäftigungsverluste gab es weiterhin bei der Zahl der Beschäftigten mit ausschließlich marginalen Tätigkeiten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten). Insgesamt verringerte sich die Zahl der Arbeitnehmer im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum 1. Quartal 2025 um 120.000 (-0,3 Prozent) auf 42,0 Millionen Personen. Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger ging weiter zurück. Ihre Zahl sank im Vorjahresvergleich um 37.000 Personen (-1,0 Prozent) auf 3,6 Millionen.

Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stiegen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,3 Prozent auf 344,2 Stunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten Stunden je erwerbstätiger Person – blieb im gleichen Zeitraum mit 15,7 Milliarden Stunden unverändert (0,0 Prozent).

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