Dröge: KI-Rechenzentren brauchen gesellschaftliche Akzeptanz

Dröge: KI-Rechenzentren brauchen gesellschaftliche Akzeptanz

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge warnt vor gesellschaftlichen Konflikten beim Bau von KI-Rechenzentren in Deutschland. Die Planung neuer Rechenzentren sei zeitgleich auch zu dem Ort des Protests geworden, an dem sich der Widerstand gegen die übergroße Macht der US-Tech-Konzerne formiere, schreibt Dröge in einem Strategiepapier, aus dem der „Spiegel“ berichtet.

Dröge hatte sich am Mittwoch in Cleveland mit Aktivisten der Initiative „Conserve Ohio“ getroffen. Sie forderte, aus den US-Protesten Lehren für ähnliche Projekte in Deutschland zu ziehen. Leistungsstarke KI-Modelle und die für ihre Anwendung durch Rechenzentren benötigte Rechenleistung seien zentral für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland, schreibt die Grünen-Politikerin in dem Papier. Das Beispiel der USA zeige jedoch, dass ein ungesteuerter Ausbau der Rechenzentren zu erheblichen gesellschaftlichen Konflikten führen könne.

Anzeige

Für den Ausbau der Rechenzentren-Infrastruktur in Europa brauche es daher einen Plan für eine nachhaltige, gesellschaftlich getragene Entwicklung. Das bedeute unter anderem: Strom aus zusätzlicher erneuerbarer Energie, Nutzung der Abwärme, geringer Wasserverbrauch und Verzicht auf klimaschädliche Kältemittel. So schaffe man schnell Rechenleistung, ohne dass der „KI-Boom zum Klimakiller“ werde, schreibt Dröge.

Weil Rechenzentren große Flächen, viel Strom und andere Ressourcen verbrauchten, müssten die Kommunen, in denen sie errichtet werden, davon profitieren, fordert die Grünen-Wirtschaftspolitikerin. Die Gewerbesteuer dürfe sich nicht nur an gezahlten Löhnen, sondern bei Großbetrieben mit geringen Beschäftigtenzahlen auch am Stromverbrauch ausrichten.

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenKritik am geplanten Wahlboykott wächst in Sachsen-Anhalts CDUNachrichtenDax legt zu – Kurssprung bei InfineonNachrichtenDröge verlangt Extra-Abgabe auf Privatjets
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
OldenburgOldenburg plant Wochen gegen RassismusNachrichtenFrei sieht keinen Koalitionsstreit um VergesellschaftungenNachrichtenNach PHP-Sicherheitslücke: Grüne wollen KI-Chefs haftbar machenNachrichtenFrei lässt Aigner-Festlegung offenNachrichtenNRW-Wirtschaftsministerin kritisiert Audi-Chef DöllnerNachrichtenForsa: Union legt zu – Merz bleibt unpopulär

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKramermarktUOdMVerkehr
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok