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DLRG: Kinder lernen wegen Pandemie nicht schwimmen

Wasser, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen der Coronakrise sind nach Schätzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bereits Schwimmkurse für mindestens 20.000 Anfänger ausgefallen. „Die betroffenen Kinder bleiben vorerst Nichtschwimmer“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese dem „Spiegel“. Weil es in Deutschland nicht genug Schwimmbäder gebe, könnten diese Kurse nicht einfach nachgeholt werden.

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Obwohl die DLRG über ausreichend ehrenamtliche Ausbilder verfüge, seien die Wartezeiten für Kurse schon vor dem Lockdown lang gewesen. Die Lage werde sich nun verschärfen. „Deutschland entwickelt sich zum Nichtschwimmer-Land“, sagte Wiese. Eine weitere Auswirkung der Pandemie sei die mangelnde Bewachung der Strände: „Corona-bedingt kann es passieren, dass wir nicht die gesamten Strandabschnitte an den deutschen Küsten überwachen können“, so der DLRG-Sprecher. Durch die Hygiene-Auflagen kämen weniger Einsatzkräfte als sonst in den Küstenorten unter. „Das ist nachvollziehbar, sorgt aber für Probleme“, sagte Wiese. So kann die DLRG in Schleswig-Holstein in diesem Jahr beispielsweise nur 2.600 Einsatzkräfte unterbringen. Normalerweise überwachten dort 3.100 Lebensretter die Strände, berichtet das Magazin.

Foto: Wasser, über dts Nachrichtenagentur

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