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Deutsche Wirtschaft besorgt über zunehmenden Extremismus

Haus der Deutschen Wirtschaft, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Wirtschaft warnt vor negativen Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch zunehmenden Extremismus. Die politische Stabilität und Weltoffenheit am Standort Deutschland seien wichtige Faktoren: „Auch deshalb entscheiden sich ausländische Unternehmen für ein Engagement in unserem Land“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „Extremistische Tendenzen sind daher Gift, auch für unsere Volkswirtschaft.“

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Nach dem am Donnerstag vorgestellten Verfassungsschutzbericht stieg im vergangenen Jahr die Zahl extremistischer Straftaten in Deutschland deutlich an. Als größte Gefahr sieht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dennoch weiter den Rechtsextremismus. Schweitzer sagte, kaum eine Wirtschaft sei international so vernetzt wie die deutsche. Allein in der Industrie hänge jeder zweite Arbeitsplatz am Export. Er gab hierbei zu bedenken, dass die deutsche Wirtschaft nach der Coronakrise wieder vermehrt auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sein werde. „Auch sie brauchen Signale, dass qualifizierte Menschen aus aller Welt in Deutschland willkommen sind.“ Andererseits hob Schweitzer positiv Deutschlands „ruhigen und sachlichen Umgang“ mit Corona sowie rückläufige Zustimmungswerte an den politischen Rändern hervor. „Im Vergleich zu anderen führenden Wirtschaftsnationen, wie etwa USA und China, gewinnt der Wirtschaftsstandort Deutschland dadurch sicherlich noch an Attraktivität“, sagte der DIHK-Präsident. „Das können wir auch gegenüber unseren Handelspartnern und ausländischen Investoren betonen.“

Foto: Haus der Deutschen Wirtschaft, über dts Nachrichtenagentur

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