Deutsche sollen Urlaubsreisen absagen – Läden werden geschlossen

Innenstadt von Neumünster, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Coronavirus-Krise ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgestellt. So sollen Deutschen keine Urlaubsreisen mehr unternehmen, und zwar weder ins In- noch ins Ausland. Man habe gemeinsam mit den Ländern „weitere Leitlinien für das allgemeine Verhalten“ beschlossen.

Geschäfte, Gotteshäuser und auch Spielplätze sollen schließen, ebenso „Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks“, sagte Merkel. „Ausdrücklich nicht geschlossen wird der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel“, so Merkel. Vielmehr sollten für diese genannten Bereiche „sogar überlegt werden, ob wir die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres grundsätzlich aussetzen“. Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolge „natürlich unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen“. Dienstleister und Handwerker könnten „ihrer Tätigkeit weiter nachgehen“. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben „unter der Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet“. „Wir wollen garantieren, dass die medizinische Versorgung gewährleistet werden kann, dass die Energieversorgung gewährleistet ist, dass die Ernährung der Bevölkerung gewährleistet ist und dass auch ein großer Teil der Dienstleistungen in Anspruch genommen werden kann“, sagte Merkel weiter. „Das sind Maßnahmen, die es in unserem Lande so noch nicht gegeben hat, die natürlich einschneidend sind, aber sie sind im Augenblick notwendig, um die Zahl der Kontakte zu reduzieren und damit auch die Zahl der Erkrankungen und damit auch die Zahl der schweren Erkrankungen zu reduzieren und unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern“, so die Bundeskanzlerin. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus hatte am Montagabend die Zahl von 7.100 überschritten, bislang gab es 14 Todesfälle.

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Foto: Innenstadt von Neumünster, über dts Nachrichtenagentur

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