Debatte um 2G-Modell

Menschen mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas befürwortet das 2G-Modell, wie es der Hamburger Senat beschlossen hat. „Hamburg weist darauf hin, dass Beschränkungen für Geimpfte und Genesene aus rechtlichen Gründen nur schwer aufrechtzuerhalten sind, wenn sie aus Sicht der Pandemiebekämpfung nicht mehr erforderlich sind“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

„Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen.“ Geimpfte und Genesene hätten ein wesentlich niedrigeres Risiko, andere anzustecken. „Steigen die Zahlen im Winter weiter, dann wird aber die Frage aufkommen, warum Geimpfte und Genesene dieselben Einschränkungen haben wie die, die sich nicht impfen lassen wollen“, sagte sie. „Auch ich halte das dann für nur schwer zu begründen.“

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Kritisch äußerten sich hingegen Grüne und FDP. „Ziel der 2G-Regel ist nicht, Anreize zu schaffen, sondern Ungeimpfte zum Impfen zu erziehen“, sagte der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann dem „Handelsblatt“. Und weiter: „Dies ist nicht Aufgabe des Staates, der Staat sollte gute Aufklärung gewährleisten und die Ärzteschaft ebenfalls, damit jeder selbstbestimmt entscheiden kann.“ Zudem drohe nun ein „Bund-Länder-Regelchaos“.

Auch die Grünen-Gesundheitsexpertin Kordula Schulz-Asche lehnte die 2G-Regel ab. Zwar könne der Staat Privaten nicht verbieten, auf die Regel zu setzen. „Solange durch Tests das Ansteckungsrisiko verlässlich reduziert werden kann, kann der Staat selbst aber im öffentlichen Raum nicht einfach auf 2G wechseln“, sagte Schulz-Asche dem „Handelsblatt“. Das würde zu „erheblichen rechtlichen Risiken“ führen.

„Solange die Tests valide sind, sollte an 3G festgehalten werden.“

Foto: Menschen mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

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