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Dänemark schließt ab Samstag die Grenze

Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen, über dts Nachrichtenagentur

Kopenhagen (dts Nachrichtenagentur) – Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen schließt Dänemark seine Grenzen. Das sagte Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen am Freitagabend. Die Grenzschließung werde um 12 Uhr wirksam.

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Dänische Staatsbürger sollen noch passieren dürfen, Touristen werde der Eintritt hingegen verwehrt. Eine feste Landgrenze hat Dänemark nur mit Deutschland, nach Schweden ist das kleine Land über eine Brücken verbunden. In Dänemark gibt es bereits rund 800 bestätigte Infektionen, bezogen auf die Einwohnerzahl eine dreimal so hohe Dichte wie in Deutschland. Schon in den letzten Tagen waren Schulschließungen angekündigt worden, Beamte ohne „kritische Funktion“ wurden für zwei Wochen nach Hause geschickt. Alle öffentlichen Kultureinrichtungen wurden für zwei Wochen geschlossen.

Foto: Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Peter Frey
    13. März 2020 um 22.53

    Es ist schwer, so eine Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube, es ist richtig so zu handeln, wie es die Dänen handhaben. Entschieden und dann kompromisslos. Seit vierzig Jahren bin ich mehrmals in Dänemark. Ich mag Däneland. Ich bin überzeugt, kein Land und seine Bürger haben Demokratie so verinnerlicht, wie dieses Königreich.
    Alles Gute,

    Peter Frey

  2. Rieschl
    14. März 2020 um 8.13

    Ich verstehe es nicht warum andere Länder es immer wieder vormachen müssen wie es geht, bis unsere Staatsvertreter wach werden. Der Virus ist nicht erst seit gestern da und nur vom diskutieren was man machen sollte wird man ihn nicht eindämmen können. Handeln ist gefragt warum machen wir nicht mal den ersten Schritt. Wenn Dänemark gemessen an der Einwohnerzahl 3x so hoch belastet ist dann hätte die Grenze schon geschlossen sein müssen obwohl ich Dänemark mag. Auch wenn mein Urlaub in Dänemark dadurch gefährdet ist.
    Einfach machen und nicht warten nach dem Motto „wir wollen keinen vergraulen“. Leute das ist der falsche Weg.
    Nein wir diskutieren schon über den 2. Schritt Konjunkturpaket für Unternehmen die gebeutelt sind. Was ist mit dem Familienvater mit zwei Kinder und 1600 Euro. Der nicht weiß wo er seine Kinder Tagsüber unter Betreung lassen kann und Tagesmütter nicht mehr aufnahmefähig sind. Erst mal über Schritt 1 nachdenken, wie kann ich den Virus bekämpfen was für auswirkungen hat er für die Familien und dann kann ich den 2. Schritt planen.

  3. W. Lorenzen-Pranger
    14. März 2020 um 17.59

    „Ich verstehe es nicht warum andere Länder es immer wieder vormachen müssen wie es geht, bis unsere Staatsvertreter wach werden.“

    Der erste mir bekannte Artikel zu Klimawandel und Seuchen stammt meines Wissens aus dem Jahre 2002 und stand im Spiegel.
    Das Problem ist also, wie alles im Zusammenhang mit dem Klimawandel, absolut nicht neu. (Spätestens ab 1972 hätte man hellhörig werden müssen) Immer wieder erstaunlich aber, daß ausgerechnet Politiker, wahrhaft nicht die erste Adesse zu so speziellen Problemen, die Wissenschaft nie ernst zu nehmen scheinen.