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CSU-Vize verlangt schnelle Kür des Kanzlerkandidaten

Manfred Weber, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber verlangt, dass die Union schnell einen Kanzlerkandidaten kürt, um Schaden von CDU und CSU abzuwenden. Außerdem fordere er ein geschlossenes Auftreten von CDU-Chef Armin Laschet, CSU-Chef Markus Söder und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Coronakrise, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe).

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„Ein tägliches Schaulaufen nutzt dem öffentlichen Bild der Union nicht.“ CDU und CSU müssten „Führungsstärke bei der Bekämpfung der Coronakrise zeigen und dürfen kein Bild der Uneinigkeit abgeben“. Eine Lagerbildung würde die Union „weit zurückwerfen“. Denn nur gemeinsam erhalte man sich „die Chance auf das Kanzleramt“, das sei „die Lehre aus den vergangenen Jahren“.

Deshalb brauche es „bald eine Entscheidung über den Kanzlerkandidaten“. Weber wies darauf hin, dass eine Kanzlerkandidatur Söders weitreichende Folgen für seine Partei hätte, die bedacht werden sollten. „Innerhalb der CSU müssen wir uns im Klaren sein, dass sich unser Profil als bayerische Partei verändert, sollten wir zum dritten Mal in der Geschichte den Kanzlerkandidaten stellen“, sagte der CSU-Vize. Weber war bei der Europawahl 2019 der gemeinsame Spitzenkandidat von CDU und CSU.

Er ist nicht nur Stellvertreter Söders im CSU-Vorsitz, sondern auch Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament.

Foto: Manfred Weber, über dts Nachrichtenagentur

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