Nachrichten

Corona-Proteste: Regierungs-Berater sieht Potenzial von 20 Prozent

Demo von Corona-Skeptikern am 01.08.2020, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Soziologe Heinz Bude, der zum Beraterstab der Bundesregierung in der Coronakrise gehörte, warnt vor einer breiten gesellschaftlichen Protestbewegung gegen die Corona-Politik: „Da brennt etwas an“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Besonders enttäuschte Wähler von FDP und Grünen könnten sich dieser Bewegung zuwenden. „Zusammen sind das 20 Prozent. Das sind ziemlich viele, und es sind stimmungsstarke Gruppen. Wenn die politisch allein gelassen werden, kriegt man das nicht mehr eingeholt.“

Anzeige

Einen neuen Lockdown hält Bude für unmöglich: „Wir können uns nicht mehr in den Hammer retten, das ist vorbei. Insofern kann es gar keinen zweiten Lockdown geben: Dann wären wir verloren.“ Stattdessen kommt es nach Bude nun darauf an, positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln: „Wir brauchen eine Solidarität mit der Zukunft, nicht nur eine Solidarität im Bekämpfen einer Krankheit. Diese Situation können wir nur hinkriegen, wenn sich der Staat nicht als Aufräumstaat oder Gängelungsstaat versteht, sondern als ein Staat, der Türen öffnet.“

Foto: Demo von Corona-Skeptikern am 01.08.2020, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Immer mehr Beamte dienstunfähig in Frühpension

Nächster Artikel

Arbeitgeber und Gewerkschaften warnen vor zweitem Lockdown

2 Kommentare

  1. Claudia
    16. August 2020 um 2.11

    Ohne Sie zu kennen Herr Bude, herzlichsten Dank für Ihre realistische Einschätzung! Solidarität für die Zukunft ist ein gutes Stichwort, und, angebrannt ist diebSache bereits, vielmehr, sie stinkt schon! Der mündige Bürger möchte nicht in einer Gesundheitsdiktatur leben. Die 5 dringlichsten Forderungen die ich in Berlin gehört habe: Jegliche Rücknahme von direkten oder indirekten Zwängen: Testzwang, der Impfpflicht (auch für Masern), kein Immunitäts- oder sonstiger Datenausweis UND weg mit dieser gängelnden, unseligen Maulkorbpflicht. JEDER den ich von den 20.000-1.300.000 Menschen in Berlin gesprochen habe hat mir sein Verständnis für Maßnahmen im März u April kundgetan, aber KEINER hat nunmehr Verständnis für Panikmache, für unvalidierte PCR-Tests aufgrund derer wir eine Pandemie rechtfertigen etcetcetc, auf gut Deutsch: keiner hat Lust sich für BLÖD verkaufen zu lassen!!!

  2. Immo Manhone Costa
    18. August 2020 um 0.31

    Das Lesen dieses Artikels lässt mich hoffen! Die Anspannung in der Bevölkerung wird unerträglich. Sollte der Rat von Herrn Bude beherzigt werden, könnte ein großes Unglück verhindert werden. Es gibt aus pädagogischer Sicht, nichts Schlimmeres als einen Menschen zu ignorieren oder zu diffamieren. Das wurde bei der Gruppe, von der Herr Bude spricht und meiner Meinung nach noch viel größer als 20% sein könnte, getan. Damit wurde ein großes Eskalationspotential geschaffen. Wir befinden uns in der Eskalationsstufe 5-6 (Gesichtsverlust- Drohstrategien). Es gilt zu deeskalieren, damit die nächste Stufe der Vernichtungsschläge vermieden werden kann. Dazu muss die Regierung es ermöglichen, dass zweifellos kommende Großdemonstrationen friedlich abgehalten werden können und in den Medien umfassend und objektiv über sie berichtet wird. Es ist bereits 5 nach 12 und das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und einem großen Teil der Bevölkerung ist zerstört.
    Es gibt viele Delegationen unterschiedlicher Gruppierungen der Bewegung, die den Dialog mit der Regierung sucht. Sie dürfen nicht abgewiesen werden. Das Grundgesetz ist die Voraussetzung für ein friedliches Leben in Deutschland. Es darf nicht, auch nicht wegen einer Pandemie, außer Kraft gesetzt werden, sonst ist eine Katastrophe vorprogrammiert. Einigkeit, Recht und Freiheit sind die drei Grundpfeiler der Bundesrepublik. Alle drei sind dabei einzustürzen! Das müssen wir alle zusammen, mit allen uns zur Verfügung stehenden, friedlichen Mitteln verhindern. Helfen wir alle mit, mit gegenseitiger Wertschätzung, Begegnung auf Augenhöhe, einer umfangreichen, transparenten Aufklärung und dem Ziel einer gemeinsamen Zukunft.