Bundesbank rechnet mit Aufhebung aller Corona-Maßnahmen erst 2022

Deutsche Bundesbank, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesbank rechnet mit einer Aufhebung aller Corona-Maßnahmen erst „in den ersten Monaten des Jahres 2022“. Das teilte das Geldhaus am Freitag mit.

In diesem „als am wahrscheinlichsten angesehenen Szenario“ steigt das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in kalenderbereinigter Rechnung nach einem Rückgang um 5,5 Prozent im laufenden Jahr in den kommenden beiden Jahren mit Raten von 3 Prozent und 4,5 Prozent kräftig an, so die Prognose der Bundesbank. Im Jahr 2023 nähere sich der BIP-Anstieg dann dem des Potenzialwachstums an. Das Vorkrisenniveau werde Anfang 2022 wieder erreicht und das Produktionspotenzial nur wenig später. Die Inflationsrate auf der Verbraucherstufe werd im laufenden Jahr vor allem aufgrund der vorübergehend gesenkten Mehrwertsteuersätze und des Einbruchs der Rohölpreise deutlich auf 0,4 Prozent zurückgehen.

Anzeige

Im Jahr 2021 wirke dann nicht nur die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung preistreibend, sondern auch die Einführung von CO2-Emissionszertifikaten, so die Bundesbank. Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel dürfte demnach bereinigt um den Mehrwertsteuereffekt in beiden Jahren bei etwas über 1 Prozent liegen. Im Jahr 2023 erwartet die Bundesbank eine Inflationsrate von „gut 1,5 Prozent“. Im laufenden Jahr erreicht das staatliche Defizit laut Bundesbank-Prognose voraussichtlich rund 5 Prozent des BIP, die Maastricht-Schuldenquote steigt auf eine Größenordnung von 70 Prozent.

In einem ungünstigeren Szenario erreicht das BIP sein Vorkrisenniveau nach Bundesbank-Schätzung erst Ende 2023, die Inflationsrate liege dafür aber „spürbar niedriger“.

Foto: Deutsche Bundesbank, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenLinke, Grüne und SPD einigen sich bei Berliner SondierungenNachrichtenLinke, Grüne und SPD einigen sich bei Sondierungen in BerlinNachrichtenSelenskyj kritisiert USA wegen Stopp von Russland-Sanktionen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
Sport2. Bundesliga: Wolfsburg schlägt HeidenheimNachrichtenFrei will Kerkeling nicht als BundespräsidentNachrichtenPapst wird aus Krankenhaus entlassenNachrichtenMerz warnt SPD und Grüne vor Linksbündnis in BerlinNachrichtenFelix Jaehn kritisiert Musikbranche und PlattenfirmenNachrichtenMiersch schließt Beitragserhöhungen bei Rente nicht aus

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKramermarktUOdMVerkehr
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok