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Bitkom und BSI warnen vor Internet-Risiken im Homeoffice

Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Zuge der Corona-Pandemie wechseln immer mehr Arbeitnehmer ins Homeoffice. Doch der IT-Verband Bitkom und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor möglichen Sicherheitsrisiken: „Arbeitnehmer im Homeoffice können mit Blick auf die IT-Sicherheit ein zusätzliches Risiko darstellen, insbesondere wenn sie nicht vom Arbeitgeber mit Smartphone, Laptop und VPN-Zugang ausgestattet wurden“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Jeder Einzelne müsse deshalb im Homeoffice „ein paar grundlegende Sicherheitsregeln befolgen wie aktuelle Software zu nutzen, Updates einzuspielen und komplexe Passwörter zu verwenden“.

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Die Corona-Krise sei ein „Weckruf für alle Unternehmen, Behörden und andere öffentliche Einrichtungen, die das Thema Digitalisierung bislang vernachlässigt haben“, so der Bitkom-Präsident weiter. Auch im Falle eines „totalen Shutdowns“ müsse der Einsatz von Technikern „unter allen Umständen ohne Einschränkungen gewährleistet“ sein, um die Netzstabilität zu sichern, forderte Berg. Aktuell halte er die Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur für eine verstärkte Nutzung digitaler Anwendungen aber „gewappnet“. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik begrüßte die intensivere Nutzung von mobilem Arbeiten, warnte aber ebenfalls vor möglichen Gefahren. „In Bezug auf die Informationssicherheit erhöht es aber unter Umständen auch die Anforderungen, da in mobilen Arbeitsplatz-Umgebungen keine sichere IT-Infrastruktur vorausgesetzt werden kann, so wie sie in einer Büroumgebung anzutreffen ist“, sagte ein BSI-Sprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viele größere Unternehmen und Firmen, die Homeoffice seit Langem einsetzen, seien „in der Regel gut darauf eingestellt, Home Office sicher anbieten zu können“, so der Sprecher weiter. VPNs, Verschlüsselung, dedizierte Technik und geeignete Einwahlknoten seien meist vorbereitet. Wenn dagegen Unternehmen kurzfristig und improvisiert auf mobile Arbeit umstellen, müssten diese Maßnahmen oft noch eingerichtet werden. „Das BSI rät Betroffenen, in Bezug auf die Informationssicherheit eine Risikoabwägung vorzunehmen, bei der die Arbeitsfähigkeit (Verfügbarkeit) den anderen IT-Sicherheitsschutzzielen Vertraulichkeit und Integrität gegenübergestellt und bewertet wird“, sagte der Sprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mitarbeiter sollten entsprechend für die IT-Sicherheit sensibilisiert werden. Beim BSI selbst treffen sich das Notfallmanagement, der Notfallbeauftragte, die Amtsleitung und weitere Fachkompetenzen in „kurzen, regelmäßigen Abständen zur Lageeinschätzung und Abstimmung sowie Kommunikation neuer Maßnahmen“, teilte der Sprecher mit.

Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

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