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Bericht: Meuthen wechselt AfD-Kreisverband

Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – AfD-Chef Jörg Meuthen hat laut eines Medienberichts seinen Kreisverband gewechselt. Er gehöre nun nicht mehr zum Kreisverband Ortenau, sondern zum AfD-Kreisverband Baden-Baden/Rastatt, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf eigene Informationen. Am Dienstagabend habe der baden-württembergische Landesvorstand dem Wechsel zugestimmt.

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„Der Vorgang ist eher unüblich“, sagte ein Sprecher des Landesverbandes dem ARD-Hauptstadtstudio. „Normalerweise bleibt man Mitglied im dem Kreisverband, in dem der eigene Wohnsitz liegt“, so der Sprecher weiter. Im Fall Meuthen könne der Wechsel aber damit begründet werden, dass er ein Büro in Baden-Baden habe und ohnehin nur wenig Zeit im Ortenaukreis verbringe. Meuthen selbst wollte sich dazu nicht äußern. Der Wechsel sei auf Wahlen aus dem vergangenen Juli zurückzuführen, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf Parteikreise. Damals hatte sein bisheriger Kreisverband Ortenau Meuthen nicht zum Delegierten für den Bundesparteitag aufgestellt. Dies hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Als Co-Chef der AfD konnte er am Parteitag Ende November zwar teilnehmen und auch sprechen, den neuen Bundesvorstand selbst aber nicht mitwählen. Auf dem Parteitag wurde Meuthen erneut zum Bundessprecher gewählt. Der benachbarte Kreisverband Baden-Baden/Rastatt sei anschließend auf ihn zugekommen und habe ihm angeboten, ihn und seine Frau aufzunehmen – die auch bei der Delegiertenwahl gescheitert war, heißt es aus Parteikreisen weiter. Außerdem solle ihm der neue Kreisverband wesentlich wohlgesonnener sein als sein alter. Dort haben zuletzt mit dem baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Stefan Räpple und dem Bundestagsabgeordneten Thomas Seitz Parteimitglieder den Ton angegeben, die dem radikalen Flügel in der AfD nahestehen. Sie sollen auch mit dafür gesorgt haben, dass Meuthen vergangenes Jahr nicht zum Delegierten gewählt worden ist, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf Parteikreise.

Foto: Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

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