Bericht: Bundesregierung trifft Vorentscheidung für neue Wirtschaftsweisen

Scholz, Merkel und Seehofer mit Koalitionsvertrag 2018-2021, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat laut eines Zeitungsberichts bei der Neubesetzung der fünf Wirtschaftsweisen auf zwei Positionen eine Vorentscheidung getroffen. Sie wolle die Münchner Wettbewerbsökonomin Monika Schnitzer und die Nürnberger Verhaltensökonomin Veronika Grimm in den Sachverständigenrat berufen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Damit würden im wichtigsten wirtschaftspolitischen Beratergremium Deutschlands erstmals nach 56 Jahren zwei Frauen sitzen.

Die bisherigen Mitglieder des Gremiums, Isabel Schnabel und Christoph M. Schmidt, scheiden aus. Die Wirtschaftsweisen hatten zuletzt für Aufsehen gesorgt, weil sie in ihrem Jahresgutachten 2019 bei Themen wie Konjunkturpaket und Schuldenbremse sehr unterschiedliche Meinungen vertraten. Schnitzer hat einen Lehrstuhl für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Grimm hat einen Lehrstuhl für Ökonomische Theorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Während sich Union und SPD über diese Personalien verständigt hätten, stritten sie sich über eine dritte Amtszeit für den Wirtschaftsweisen Lars Feld ab 2021, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Die Union sei dafür, die SPD dagegen, weshalb die gesamte Neubesetzung des Sachverständigenrats stocke.

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Foto: Scholz, Merkel und Seehofer mit Koalitionsvertrag 2018-2021, über dts Nachrichtenagentur

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