Berateraffäre-Abschlussbericht: Von der Leyen wird verschont

Ursula von der Leyen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Untersuchungsausschuss zu Berater-Verträgen bei der Bundeswehr erheben Union und SPD keine Vorwürfe gegen die ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Das geht aus dem Abschlussbericht der Regierungsparteien hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Er wurde am Montagabend an die Opposition verschickt.

An keiner Stelle des 75 Seiten umfassenden Papiers unterstellen Union und SPD der ehemaligen Verteidigungsministerin von der Leyen eine politische Verantwortung für die teilweise rechtswidrigen Vorgänge in ihrem Ministerium. So sollte in von der Leyens Amtsjahren mithilfe einer neu geschaffenen Abteilung (Cyber- und Informationstechnik, CIT) die Bundeswehr-IT modernisiert werden. Bei der Beauftragung externer Berater kam es dabei zu zahlreichen Rechtsverstößen. Doch unter dem Punkt „IV. Verantwortlichkeiten“ des Abschlussberichts heißt es: Die damalige Ministerin habe „kaum eine Entscheidungsvorlage zu den untersuchten Vorgängen selbst gezeichnet“. Zwar sei ihr Büro von den entscheidenden Vorgängen stets in Kenntnis gesetzt worden, heißt es in dem Bericht weiter, „die Entscheidungen selbst wurden aber häufig auf Ebene der Staatssekretäre getroffen.“ Von der Leyen selbst hatte stets eingeräumt, dass in ihrem Ministerium Fehler passiert seien, sah die unmittelbare Verantwortung jedoch nicht bei sich selbst. Zu einer ähnlichen Bewertung gelangen nun also auch die Unionsparteien und die SPD in ihrem Abschlussbericht. In wenigen Wochen wollen auch die Oppositionsparteien ihr Votum zur Berater-Affäre abgeben.

Anzeige

Foto: Ursula von der Leyen, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenBund erhöht Mittel für Wasserstraßen auf 1,2 Milliarden EuroNachrichtenLänder klagen wegen hoher TrassenpreiseNachrichtenUS-Börsen uneinheitlich – Preise für Öl und Gold fallen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenJunge Union in Sachsen-Anhalt will mit AfD zusammenarbeitenNachrichtenGästeliste für Berliner Mittagessen mit „Gleichgesinnten“ stehtNiedersachsenLies gegen Kahlschlag bei VWNachrichtenRentenstreit: Schwesig wirft Merz mangelnden Dialog vorNachrichtenBrandanschlag vereitelt: Polizei fasst mutmaßlichen SaboteurNachrichtenLottozahlen vom Mittwoch (26.08.2026)
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok