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Apotheker-Verbände warnen vor steigenden Masken-Preisen

Hinweis auf Mund-Nasen-Schutz in einem Späti, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) warnt vor deutlich steigenden Preisen für FFP2-Masken, sollten Bund und Länder eine flächendeckende Pflicht zum Tragen entsprechender Masken beschließen. Eine denkbare FFP2-Maskenpflicht für alle Bundesbürger würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der „Rheinischen Post“.

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Zugleich stellen sich die Apotheken laut Overwiening bereits auf eine steigende Maskennachfrage ein. „Bislang haben es die Apotheken in einem großen Kraftakt geschafft, viele Millionen FFP2-Masken für weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit Berechtigungsschein zu beschaffen – und sind zuversichtlich, dies auch weiterhin zu bewältigen“, sagte die ABDA-Präsidentin. „Die Apotheken arbeiten natürlich nach besten Kräften daran, die Versorgung der Menschen nicht nur mit Arzneimitteln, sondern natürlich auch mit Schutzmasken und Hygieneartikeln zu gewährleisten – je nach lokalem Bedarf“, so Overwiening weiter. Im Vorfeld der Beratungen von Bund und Ländern am Dienstagnachmittag ist auch eine flächendeckende FFP2-Maskepflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften im Gespräch.

In einer Entwurffassung der anstehenden Beschlüsse wird auf die „höhere Schutzwirkung“ sogenannter OP-Masken oder virenfilternder Masken der Standards KN95 oder FFP2 im Vergleich zu Alltagsmasken verwiesen. „Deshalb wird die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften verbindlich auf eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken konkretisiert“, heißt es in dem Papier.

Foto: Hinweis auf Mund-Nasen-Schutz in einem Späti, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Markus
    19. Januar 2021 um 13.37

    Erstmal ein grosses Dankeschön an all die Hamsterer, die von Apotheke zu Apotheke zogen und sich „ihre“ Masken abholten. Die Folge war, dass meine Mutter (82) auch nach mehreren Besuchen in ihrer Apotheke leer ausging. Und sie waar nicht die einzige, wie ich aus Gesprächen erfahren durfte.
    Inzwischen verlangen Apotheken zwischen 7,50 und 10 Euro für eine FFP2-Maske. Eine Einwegmaske wohlgemerkt, nicht waschbar. Für einen Arbeitstag incl. An- und Abfahrt per ÖPNV braucht man locker zwei, bei schwerer Arbeit drei. Wer soll das finanzieren?