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Ärztepräsident gegen Schließung ganzer Schulen

Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat sich im Fall von Corona-Infektionen gegen die Schließung ganzer Schulen ausgesprochen. „Wenn ein Corona-Fall in einer Schule auftaucht, muss nicht direkt die Schule für 14 Tage geschlossen werden“, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“. Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben.

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Voraussetzung dafür sei natürlich, dass die Schüler auch nur in diesen Gruppen zusammenkämen. „Darauf müssen die Schulen achten und entsprechende Konzepte machen.“ Leider seien viele Schulen mit Blick auf ihre Hygiene- und Abstandskonzepte auf den Start nach den Sommerferien nicht ausreichend vorbereitet, kritisierte der Ärztepräsident. Zur Dauer von Quarantänen bei Infektionen mit dem Coronavirus sagte er: „Grundsätzlich halte ich 14 Tage Quarantäne ohnehin für sehr lang bemessen. Es gibt inzwischen Studien, wonach auch sieben Tage ausreichen, bis das Ansteckungsrisiko vorbei ist.“

Foto: Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

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