Kultur

Frequenz 21: Wie geht es Dir?

Das Künstlerkollektiv Compagnie Trottvoir geht für ein Recherche-Projekt freiwillig in Quarantäne.

Das Künstlerkollektiv Compagnie Trottvoir geht für ein Recherche-Projekt freiwillig in Quarantäne.
Foto: Compagnie Trottvoir

Oldenburg / Schweiz (cb/pm) Das internationale Künstlerkollektiv Compagnie Trottvoir begibt sich freiwillig in Quarantäne und lädt Menschen ein, mit ihnen in Kontakt zu treten. In der alten Markthalle Basel, im Raum MONO, hat sich das Team dazu eine Telefonhotline eingerichtet. Vom 7. bis 13. Februar kann jeder von 12 bis 14 Uhr und von 19 bis 21 Uhr anrufen und mit den Mitgliedern des Kollektivs ins Gespräch kommen. Die Entscheidung worüber geredet wird, treffen die Anrufer – alle Themen sind willkommen. Die Künstlerinnen und Künstler wollen dadurch die Quarantäne künstlerisch erforschen und eine Plattform für Gedanken, Erlebnisse, Fragen, Tagesabläufe oder Erfahrungen bieten.

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Die Stimmen und Gemütslagen der Anrufer werden in eine kreative Form übersetzt. Diese ist täglich auf der Website im Newsletter zu finden. Innerhalb der zehn Tage entsteht so ein sich immer wechselndes Bild der Gesellschaft. Durch die Pandemie ist man gezwungen, neue Blickwinkel wahrzunehmen.

Die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens ist ebenfalls geplant. Das Team wird Interviews führen, um ihre Erfahrungen aus dem letzten Jahr und ihre Erwartungen an die Zukunft herauszufinden. Das Ziel ist es, mit dem gesamten Gesprächsmaterial Podcast‘s und andere kreative Projekte auf die Beine zu stellen.

Die Compagnie Trottvoir

Die Compagnie Trottvoir ist ein Kollektiv aus aktuell sieben internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Einer davon ist ein gebürtiger Oldenburger – Moritz Grenz, Circus & Performance Artist. Sie experimentieren mit den Einflüssen vom Zirkus, vom Theater, von der Musik sowie der Performance und stellen ihre Kreativität auf unterschiedliche Art und Weise dar. Dabei konzentrieren sie sich auf gesellschaftspolitische Themen und die Performance im öffentlichen Raum – Der Zugang zur darstellenden Kunst soll ohne Aufwand möglich sein.

Mit ihren bisherigen Projekten „Überall niemand“ (2016), „Ihr werdet schon sehen“ (2017) und „15 Sekunden“ (2018) hat das Künstler Team mit seinen öffentlichen Performances mehrere Städte besucht. Letztes Jahr mit „Und wenn du wieder aufstehen würdest?“ ist die erste Theater Performance entstanden. Das Thema Corona als globale Beziehungskrise behandelt die Compagnie Trottvoir dieses Jahr im nächsten Projekt – Frequenz 21.

Mehr Informationen, die Anmeldung für den Newsletter und den Blog gibt es unter www.trottvoir.ch. Die Telefonhotline lautet 0160 1645751 und 07821 12389 (innerhalb der Schweiz).

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