Ausstellung

World Press Photo erstmals in Oldenburg zu sehen

World Press Photo Ami Vitale

2. Preis Einzelfotos, Natur.
Foto: Ami Vitale, USA

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LzO Vorsorge

Oldenburg (Alexandra Trey) – Die Ausstellung „World Press Photo 2015“ ist erstmals in Oldenburg zu sehen. Claus Spitzer-Ewersmann, Geschäftsführer von Mediavanti, gelang es, die Schau in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum für Kunst und Geschichte und dem Amt für Kultur und Sport nach Oldenburg zu holen. Besucher können sich die Ausstellung der weltbesten Pressefotos aus 2015 vom 20. Februar bis zum 13. März im Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte (Schloss) anschauen (die OOZ berichtete).

Die rund 150 ausgestellten eindrucksvollsten Pressefotos, von insgesamt 97.912 Aufnahmen, inspirieren zum Nachdenken: Was für einen Eindruck macht das Bild? Was für eine Geschichte steckt dahinter? Die rahmenlosen Fotos zeigen besondere Momente und extreme Situationen. Berührende und ausdrucksvolle Dokumente der Zeitgeschichte werden dargeboten. „Es gibt unter anderem Regionen, von denen wir viel hören, aber nie ein Bild vor Augen haben. Diese Bilder werden uns hier präsentiert“, betont Spitzer-Ewersmann.

Aus insgesamt acht Kategorien wie Sport, aktuelle Themen, harte Fakten oder Natur wurde je ein Gewinner gekrönt. Von diesen acht Erstplatzierten wurde ein Sieger ernannt: Fotograf und Preisträger des World Press Photo Awards 2015 ist Mads Nissen. Auf seinem Foto ist ein schwules Paar in St. Petersburg abgebildet. Nissen wendet sich so gegen die Verfolgung von Homosexuellen in Russland. Die Liebe, die dort präsentiert wird, unterscheide sich nicht von den anderen, erklärte er bei der Ausstellungseröffnung.

World Press Photo Massimo Sestini

2. Preis Einzelfotos, Reportagen.
Foto: Massimo Sestini, Italien

Bei den aktuellen und höchst aussagekräftigen Fotos handelt es ich um Fotografie als Konsumgut und nicht als Kunst. Der Betrachter wird über den Erdball geführt, in andere Regionen und Kulturen und taucht dabei ein in eine andere Welt, die manchmal hart, furchterregend und dann auch wieder schön und heiter ist.

World Press Photo Rahmenprogramm

20. Februar, 10 Uhr: Ausstellungseröffnung (Schloss)
Mads Nissen, Fotograf des Pressebildes des Jahres 2015, wird die Ausstellung der World Press Photos 15 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte offiziell eröffnen und den ersten Besuchern Rede und Antwort stehen.

21. Februar, 11 Uhr: Sonntagsmatinee (Buchhandlung Isensee)
Rüdiger Lubricht aus Worpswede erklärt die Hintergründe seines fotografischen Langzeitprojekts in Tschernobyl. Für die Besucher gibt es Kaffee und Croissant.

22. Februar, 20 Uhr: Film „The Bang Bang Club“ (Cine k)
Mit der Produktion über Fotografen, die die letzten Tage des Apartheidregimes in Südafrika dokumentieren, startet das Filmprogramm zur Ausstellung.

23. Februar, 19.30 Uhr: Diskussion „Wie echt ist die Wirklichkeit?“ (OFFIS Institut)
Die Themen Fotonachbearbeitung und Bildmanipulation stehen im Mittelpunkt einer Diskussion mit dem Fotografieprofessor Peter Bialobrzeski (Hochschule für Künste, Bremen), dem Bildredakteur Martin Stromann (Ostfriesland Magazin) und dem Fotografen Markus Hibbeler.

25. Februar, 19.30 Uhr: Diskussion „Was dürfen Pressebilder zeigen?“ (Kulturzentrum PFL)
Dürfen beziehungsweise sollten Fotos wie das des toten syrischen Flüchtlingsjungen Aylan veröffentlicht werden? Darüber diskutieren der frühere Chefredakteur der Zeitschrift GEO Peter-Matthias Gaede, Rolf Seelheim (Chefredakteur Nordwest-Zeitung), dpa-Cheffotograf Michael Kappeler und Pastor Ralph Hennings (Lambertikirche Oldenburg).

28. Februar, 11 Uhr: Sonntagsmatinee (Buchhandlung Isensee)
Gast des zweiten Fotografengesprächs ist Ulf Duda, der von den besonderen Herausforderungen der Sportfotografie berichten wird. Für Besucher gibt es Kaffee und Croissant.

29. Februar, 20 Uhr: Film „Das Salz der Erde“ (Cine k)
Wim Wenders‘ gefeierte Hommage an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado zieht die Zuschauer in ihren Bann und setzt dem Künstler und Menschen ein hinreißendes Denkmal. Jörg Hemmen, Fotograf aus Oldenburg, führt ins Thema ein.

1. März, 10.15 Uhr: Führung „Kunst und Croissant“ (Schloss)
Das Angebot enthält zusätzlich zur fachkundig geführten Tour durch die Ausstellung den Besuch des Cafés im Schloss mit einem kleinen zweiten Frühstück.

2. März, 19 Uhr: Matching-Event „Mehr als tausend Worte!“ (OLB, Gottorpstraße)
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Kreativnetzwerk cre8, bei der sich Oldenburger Fotografen Oldenburger Unternehmen vorstellen und ihr Können demonstrieren.

6. März, 11 Uhr: Sonntagsmatinee (Buchhandlung Isensee)
Beim dritten Fotografengespräch wird Christoph Gödan aus Osnabrück von verschiedenen Fotoprojekten in Afrika berichten. Für Besucher gibt es Kaffee und Croissant.

7. März, 20 Uhr: Film „Drum“ (Cine k)
Der südafrikanische Regisseur Zola Maseko schildert das Schicksal von Henry Nxumalo, der seine kritische Berichterstattung über das Township Sophiatown bei Johannesburg am Ende mit dem Leben bezahlen musste.

9. März, 12.30 Uhr: Führung „Kulturhäppchen“ (Schloss)
Nach der Führung mit dem Kunstvermittler Dirk Meyer steht ein kleiner Imbiss im Café im Schloss auf dem Programm.

10. März, 19.30 Uhr: Oldenburgs 1. Fotoslam (Polyester Klub)
Fotowettbewerb. Zum Thema „welt_bewegend“ können Hobby-, Amateur- und Profifotografen bis zu drei Bilder einreichen. Einsendeschluss: 29. Februar. Eine Jury wählt die besten aus, die am 10. März live vor Publikum von den Fotografen vorgestellt werden.

13. März, 11.30 Uhr: Filmmatinee „Die Hälfte der Stadt (Cine k)
Der Film erzählt die Geschichte des 1890 geborenen jüdischen Fotografen Chaim Berman. Er wurde Opfer der Nazis, doch durch seine Aufnahmen und seine Überzeugungen blieb er unvergessen. Regisseur Pawels Siczek ist für ein Filmgespräch eingeladen.

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