Wirtschaft

Seehäfen auf Erfolgskurs

Seaports of Niedersachsen-Geschäftsführerin Inke Onnen-Lübben, Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und Niedersachsen-Ports-Geschäftsführer Holger Banik (von links) stellten die Umschlagszahlen vor und gaben einen Ausblick auf 2018.

Seaports of Niedersachsen-Geschäftsführerin Inke Onnen-Lübben, Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und Niedersachsen-Ports-Geschäftsführer Holger Banik (von links) stellten die Umschlagszahlen vor und gaben einen Ausblick auf 2018.
Foto: Andreas Burmann

Oldenburg (am) Das Umschlagsvolumen in den neun niedersächsischen Seehäfen ist um zehn Prozent gestiegen. Die Bilanz stellte heute Wirtschaftsminister Bernd Althusmann in Oldenburg vor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 53,4 Millionen Tonnen umgeschlagene Güter verzeichnet (2016: 48,6 Millionen Tonnen).

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Gestiegenen sind die Umschlagsvolumen bei Stück- genauso wie bei Massengütern. Entscheidend dazu beigetragen haben die Umschläge von Containern in Wilhelmshaven und von Neufahrzeugen in Emden und Cuxhaven. Bei Kohle, Rohöl und Mineralölprodukten gab es ebenfalls Steigerungen. „Niedersachsens Seehäfen verzeichnen insgesamt eine sehr positive Entwicklung“, freute sich Althusmann. Auch wenn der JadeWeserPort eine Daueraufgabe bleibe, betonte er heute die Freude über die Entscheidung von Volkswagen, am JadeWeserPort einen VW-/Audi-Verpackungsbetrieb für Autoteile anzusiedeln.

Jetzt müssten die niedersächsischen Seehäfen stärker auf Digitalisierung setzen, forderte Althusmann. Außerdem wolle er die Fahrrinnenanpassung weiter voranbringen. Sie sei eines der wesentlichen Elemente, um die maritime Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mit dem Start der Baggerarbeiten in der Außenems rechnet er 2019. Eine weitere Herausforderung sei der Aufbau einer Infrastruktur für Flüssigerdgas LNG. „Auf dem globalen Gasmarkt spielt LNG zunehmend eine wichtigere Rolle als Pipelinegas. Weltweit sind bereits 36 Länder LNG-Importeure, Tendenz steigend“, erklärte Althusmann. Für ein Terminal werde er sich beim Bund verstärkt einsetzen, in dieser Legislaturperiode müssten die Weichen gestellt werden.

In diesem Jahr sollen rund 60 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur investiert werden – davon 27 Millionen in die Instandhaltung der Häfen. Darunter: Großschiffsliegeplätze in Brake und Emden, Sanierung der Braker Nordpier nach einer Havarie, zusätzliche Liegeplätze für den Crew-Transport der Offshore-Windparks in Norden-Norddeich, Instandhaltung der Niedersachsenbrüche und Sanierung des Helgoland- und Wangeroogkai in Wilhelmshaven sowie WLAN an der Hafenkante für die Standorte Brake und Wilhelmshaven.

Gut zu wissen

Niedersachsen Ports (Nports) ist eine Tochter des Landes Niedersachsen. Die Zentrale hat ihren Sitz in Oldenburg. Die Gesellschaft mit zirka 700 Mitarbeitern ist zuständig für fünf Seehäfen (Brake, Cuxhaven, Stade, Emden, Wilhelmshaven), sieben Inselversorgungshäfen und drei Regionalhäfen und damit für rund 26 Kilometer Kaimauerlänge sowie 43.000 Schiffsanläufe.

Die Seaports of Niedersachsen GmbH repräsentiert die neun niedersächsischen Seehäfen (Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven). Als Hafenmarketinggesellschaft kommuniziert die Seaports of Niedersachsen GmbH die Leistungsmöglichkeiten der Seehafenstandorte auf dem Weltmarkt.

Insgesamt arbeiten zirka 45.350 hafenabhängig Beschäftigte in Niedersachsen.

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