Region

Mammographie-Screening: Früherkennung schützt

Von links: Alke Luers (Bezirksvorsitzende der Landfrauen Friesland / Wilhelmshaven), Birgitt Kampen-Neumann (Mammographie Screening Niedersachsen-Nordwest), Arno Schilling (Bürgermeister Bad Zwischenahn), Dr. Birgit Adlung (Radiologin und Befunderin im Mammographie Screening Programm), Dr. Gerold Hecht (Programmverantwortlicher Arzt des Mammographie Screening Niedersachsen-Nordwest) und Sabine Krüger (Gleichstellungsbeauftragte) vor dem Mammobil in Bad Zwischenahn.

Von links: Alke Luers (Bezirksvorsitzende der Landfrauen Friesland / Wilhelmshaven), Birgitt Kampen-Neumann (Mammographie Screening Niedersachsen-Nordwest), Arno Schilling (Bürgermeister Bad Zwischenahn), Dr. Birgit Adlung (Radiologin und Befunderin im Mammographie Screening Programm), Dr. Gerold Hecht (Programmverantwortlicher Arzt des Mammographie Screening Niedersachsen-Nordwest) und Sabine Krüger (Gleichstellungsbeauftragte) vor dem Mammobil in Bad Zwischenahn.
Foto: Sabine Weiß

Bad Zwischenahn (cb/pm) Nach Angaben der deutschen Krebsgesellschaft erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jährlich erkranken 70.000 Frauen in Deutschland, 17.500 sterben jedes Jahr. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dafür gibt es in Deutschland seit 2003 das Mammographie-Screening Programm. Auf dem Marktplatz in Bad Zwischenahn werden vom 23. Juni bis zum 6. August Frauen zwischen 50 und 69 Jahren mit einem Terminvorschlag zu einer Brustkrebsfrüherkennung eingeladen – im Mammobil.

Anzeige

Der Programmverantwortliche Arzt des Mammographie-Screening Niedersachsen-Nordwest Dr. Gerold Hecht betont, wie wichtig die Früherkennung ist. Wird der Krebs frühzeitig entdeckt, sind die Heilungschance viel größer und der Anteil der Frauen, die eine Chemotherapie benötigen, sinkt auf 30 Prozent. Und die Aussagekraft des Screenings sei so gut, dass nur zirka fünf Prozent zur weiteren Abklärung eingeladen werden müssen, so die Radiologin Dr. Birgit Adlung.

Ablauf

Für die Früherkennung müssen gesetzlich Versicherte die Krankenversichertenkarte und das Einladungsschreiben vorlegen. Bei privat Versicherten werden die Kosten von den Versicherungen übernommen. Die Aufnahmen der Mammographie werden im Screening Programm von zwei Ärzten unabhängig voneinander begutachtet. Die teilnehmenden Frauen erhalten in der Regel innerhalb einer Woche das Untersuchungsergebnis schriftlich mitgeteilt.

Terminänderungen können telefonisch in der zentralen Stelle in Bremen unter 0421 36116800 oder online unter www.niedersachsen.mammotermin.de geändert werden.

Erweiterung der Altersgrenzen

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Betroffene Frauen sowie deutsche und europäische Wissenschaftler fordern die Ausweitung des Mammographie-Screening-Programms. „MammoBis75“ setzt sich dafür ein, dass die Altersgrenze von 69 auf 75 Jahre angehoben wird. Auch die Bezirksvorsitzende der Landfrauen Friesland / Wilhelmshaven Alke Luers und Birgitt Kampen-Neumann engagieren sich für das Programm. Sie betonen, wie wichtig es wegen der gestiegenen Lebenserwartungen sei, dass auch mit über 70 noch regelmäßig und vorsorglich Untersuchungen stattfinden.

Mehr Infos unter www.mammobis75.de.

Mehr Informationen über das Mammobil gibt es in den Sozialen Medien und unter www.mein-mammobil.de.

Vorheriger Artikel

ÖPP-Autobahnprojekte kosten nachträglich über 220 Millionen Euro

Nächster Artikel

DAX verpasst neuen Rekordschlussstand knapp

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.