Ammerland

Mix aus Tradition und neuen Höhepunkten

Die Veranstalter der Zwischenahner Woche freuen sich auf zahlreiche Besucher und bieten unterschiedliche Programm-Highlights für Jedermann.

Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher und bieten unterschiedliche Programm-Highlights für Jedermann.
Foto: Anja Michaeli

Bad Zwischenahn (Ann-Christin Pietsch) Zum 42. Mal feiert der Kurort Bad Zwischenahn mit einem bunten Programm die Zwischenahner Woche (ZwiWo). Das Volksfest mitten im Herzen der Gemeinde findet in diesem Jahr vom 16. bis 20. August statt. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins Bad Zwischenahner Woche organisieren die Veranstaltung für alle Altersgruppen mit Kinderfesten, Tänzen, Walk-Acts, Fallschirmspringen und vielem mehr.

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Die Organisatoren rechnen mit zirka 100.000 Gästen. „Das Schöne ist, dass wir ein großes Publikum anziehen. Außerdem ist die Zwischenahner Woche noch ländlicher und bürgernäher, als Feste in anderen Großstädten“, sagt Bürgermeister Dr. Arno Schilling. Dabei spielt auch die Sicherheit eine große Rolle. Um weiterhin den besten Schutz zu gewährleisten, gibt es in diesem Jahr für die ehrenamtlichen Helfer beschriftete Westen. So kann man sich im Falle des Falles direkt an sie wenden.

In diesem Jahr setzt der Verein Bad Zwischenahner Woche wieder auf die bewährte Mischung aus traditionellen und neuen Programmpunkten gesetzt. „Wir versuchen in jedem Jahr, neue Acts zu bekommen und kleine Sachen zu verändern“, sagt ZwiWo-Mitorganisatorin Katharina Fischer.

Neu: Startpunkt des Eröffnungsumzugs

Der Eröffnungsumzug am Mittwoch, 16. August, mit den Ehrengästen und dem Schirmherrn Bürgermeister Dr. Arno Schilling beginnt erstmalig am neu eröffneten Scholjegerdes Hof in der Oldenburger Straße. Nach Ankunft des Umzuges am Marktplatz wird um 19.30 Uhr die Bad Zwischenahner Woche mit dem Anstich des Freibierfasses durch den Bürgermeister offiziell eröffnet.

Neu: Internationale Tänze auf dem Marktplatz

Um Bewegung dreht sich alles am Samstag, 19. August, von 14 bis 17 Uhr auf der Bühne „Marktplatz-Treff“ am Brink. Beim erstmalig stattfindenden „Großen Tanzshow-Festival“ wird Irish Dance, Paartanz und Hip-Hop gezeigt. Neben der Irish Dance School Bremen / Oldenburg geben die Schüler des Tanzzentrums Bad Zwischenahn und der Hip-Hop-Gruppe des Jugendzentrums „JZ United“ einen ganzen Nachmittag lang Einblick in ihr Können.

Neu: „Dirndl und Lederhosen“

Die seit Jahren in Bad Zwischenahn erfolgreiche Band „Alpenstarkstrom“ wird in diesem Jahr den neuen Frühschoppen am Sonntagmorgen, 20. August, ab 11 Uhr begleiten. Zum Partystart im Festzelt im Ufergarten gehören verschiedene Spaßwettbewerbe wie zum Beispiel Bierkrugstemmen oder Alphorn-Contest. Partygäste, die in Dirndl oder Lederhosen kommen, erhalten ein kleines Geschenk. Anmeldungen werden von „Alpenstarktstrom“ oder im Zelt entgegengenommen.

Ein Fest für Kinder

Das Kinderfest am Donnerstag, 17. August, ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil des Programms. Die Wiese hinter dem großen Festzelt im Ufergarten wird zum kostenlosen Kinderparadies verwandelt. Als Attraktionen werden unter anderem Hüpfburgen, eine Tombola, Kinderschminken und Torwandschießen geboten. Für das leibliche Wohl gibt es Süßigkeiten, Getränke und Eis gratis. „Musikalisch sorgen ‚Frankie und seine Freunde‘ für Abwechslung, sodass auch die kleinen Besucher versorgt sind“, erzählt Mitveranstalter Ralf Müller.

Tag der Heimat

Altes Handwerk und beliebte Speisen sorgen bei der Zwischenahner Woche für ein großes Interesse der Gäste.

Traditionell findet am Donnerstag der „Tag der Heimat“ statt. Altes Handwerk und beliebte Speisen sorgen für ein großes Interesse der Gäste.
Foto: privat

Ein weiterer Höhepunkt am Donnerstag, 17. August, ist der Tag der Heimat. Im Freilichtmuseum am Bauernhaus und unter der Mühle präsentiert der Verein für Heimatpflege die Ammerländer Traditionen. Es werden bäuerliche Arbeiten wie Spinnen, Körbeflechten und Schmieden gezeigt. Für den kulinarischen Genuss sorgt der Verkauf des beliebten Pfannkuchens „Bookweeten-Janhinnerk“. „Im letzten Jahr waren alle Pfannkuchen ausverkauft“, sagt Katharina Fischer.

Lebhaftes Treiben auf den Straßen

Für ein buntes Bild in den Straßen sorgen in diesem Jahr „Walk-Acts“ und Kleinkünstler. Zum zweiten Mal dabei ist die amtierende Miss Drag Queen Norddeutschland „Gina Solera“ aus Oldenburg. Sie tritt an mehreren Tagen auf. Am Samstag, 19. August bringt der Jongleur Coolumbus die Zuschauer mit seiner artistischen Show zum Staunen und Lachen. Außerdem geben die rot-weißen Fliegenpilze der Fenix Theatre Company ihr Debut in den gesperrten Straßen. „Mit den bunten Figuren in den Straßen wollen wir den Kunst- und Handwerkermarkt noch mehr beleben“, erklärt Vorstandsmitglied Karin Flohr.

Großes Fallschirmspringen und Fallschirmspringer-Roulette

Um die 250 Soldaten des Fallschirmjägerregimentes 31 aus Seedorf und eingeladene Gäste werden auch in diesem Jahr wieder Fallschirmsprünge durchführen. Anders als im Veranstaltungsplan angekündigt, wird das Große Fallschirmspringen nur am Donnerstag von 8 bis 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr stattfinden. Pro Anflug werden bis zu zehn Fallschirmspringer abgesetzt. Die Absetzhöhe beträgt zirka 460 Meter über dem Zwischenahner Meer.

Das Fallschirmspringer-Roulette im Ufergarten gehört zum festen Bestandteil der ZwiWo. Am Samstag, 19. August, gegen 15 Uhr werden vier Fallschirmspringer versuchen, den Roulettekessel mit sieben Meter Durchmesser im Ufergarten zu treffen. Beim 30. Fallschirmspringer-Roulette übernimmt die Moderation „Bingobär“ Michael Thürnau. „In seiner gewohnt launigen Art wird er bei den Zuschauern Stimmung machen“, sagt Hike Neumann von der Spielbank Bad Zwischenahn. Die Zuschauer können tippen, ob und welche der 37 Zahlen von den Springern bei der Landung getroffen wird. Ausschlaggebend ist der rechte Fuß beim Aufsetzen. Aus allen richtigen Tipps wird im Anschluss der Sieger gekürt. Drei Gewinner dürfen sich auf Jeton-Gutscheine freuen.

Festumzug und Feuerwerk

Zum Abschluss der Zwischenahner Woche findet am Sonntag, 20. August, um 15 Uhr der Große Festumzug statt. Vereine, Sportgruppen, Firmen und viele Bürger schmücken mit ihren bunten Beiträgen den Großen Festumzug der Bad Zwischenahner Woche. Begleitet werden sie dabei durch Kapellen, Fanfaren- und Spielmannszüge. Die besten Umzugsbeiträge bekommen eine Prämierung am gleichen Abend auf der Erdinger-Bühne. „Bewertet wird nach Aktivität, Originalität und Arbeitsaufwand“, so Katharina Fischer. Bisher seien 15 Anmeldungen eingegangen, aber auch spontane Beteiligungen seien noch möglich. Nach dem Festumzug klingt die Zwischenahner Woche mit dem großen Brillant-Feuerwerk über dem Zwischenahner Meer aus. „Beim Feuerwerk gibt es dann noch eine kleine Überraschung“, verspricht Karin Flohr.

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4 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    13. August 2017 um 10.22

    Schön, daß auch wieder an „Kleinkunst“ gedacht wurde. Auch gerade das hat ja auch in früheren Jahren die ZwiWo sehr bereichert. Ich wünsche allen Kollegen einen regenfreien Tag und freu mich drauf zu sehen wie das Publikum die in Wahrheit gar nicht so kleine Kunst honoriert. ToiToiToi!
    Da viele Veranstaltungen inzwischen auf „Kleinkünstler“ komplett verzichten – aus Kostengründen kanns nicht sein, eher aus Dummheit oer Faulheit – um so schöner wird jetzt dann eben die ZwiWo.

  2. Karl
    15. August 2017 um 10.41

    Hier stimme ich Ihnen mal zu. Ein gekonnt vorgeführter Chicagoer Billardballtrick fasziniert mich mehr als wenn Siegfried und Roy einen Tiger verschwinden lassen.

    • W. Lorenzen-Pranger
      16. August 2017 um 9.00

      Nun ja, wie schwierig auch da so mancher Trick ist sah man, als ein Tiger versuchte Roy verschwinden zu lassen. Das Ergebnis war nicht so überzeugend wie sich einige das gewünscht hätten.
      Im Ernst – Siegfried und Roy zeigten ausschließlich sogenannte Selbstgänger – also Tricks, die keinerlei Fingerfertigkeiten brauchen. Die eigentliche Arbeit erledigten die Bühnenarbeiter und Lichttechniker. Erschütternd, daß man mit solchem drittklassigen Mist so viel verdienen kann – also die im albernen Glitzeranzug, nicht die Techniker – während andere ein Leben lang die dollsten Raffinessen üben (Billiardballmanipulation z.B.) und längst nicht die Anerkennung bekommen, die sie verdienten.

  3. W. Lorenzen-Pranger
    20. August 2017 um 11.02

    Tja – da war ich nun an diesem „Gaukler-Samstag“ auf der Zwiwo. Zu sehen war – – – nix!
    Wo waren sie denn nun?
    Gut, es gab Regenschauer. Aber es gab auch längere Regenpausen. Ich erinnere mich, daß in früheren Jahren an den wichtigsten Straßenecken überall solche Gruppen und Einzelkünstler postiert waren. Und Regen, man glaubts ja kaum, war auch damals schon erfunden. Da stellte man sich dann eben unter ein Vordach oder in die Passage Bahnhofstraße, wartete bis der Schauer vorbei war und arbeitete dann eben weite,r wenns wieder trockener wurde. Das war alles gar kein Problem.
    Aber, der ewig unlustige aber dank Batterietechnik schlagerlaute, „Clown“ in seinem Rollstuhl, das kanns doch wohl nicht sein – oder?
    Mönsch Zwiwo-Organisatoren – engagiert uns Kunst-Rentner nochmal. Wir machen heute zwischen siebzig und scheintot noch mehr draus als solche Arbeitsverweigerer! Seht ihr euch eigentlich auch mal die Referenzen der Leute an, die ihr da engagiert?