Sport

Cyclocross: Ein Radrennen über Stock und Stein

Cyclocross (Querfeldeinrennen) ist eine Disziplin im Radsport. Bei einem Rundkurs über Wiesen und durch Wälder bieten Hürden, steile Passagen, Fahr- und Laufstrecken abwechslungsreiche Rennen.

Beim Cyclocross geht es Querfeldein.
Foto: privat

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Oldenburg (am/pm) – Cyclocross (Querfeldeinrennen) ist eine Disziplin im Radsport. Bei einem Rundkurs über Wiesen und durch Wälder bieten Hürden, steile Passagen, Fahr- und Laufstrecken abwechslungsreiche Rennen – für die Radsportler und die Zuschauer gleichermaßen spannend. Am Sonntag, 15. November, ab 10 Uhr findet auf dem Vielseitigkeitsreitgelände in Westerstede-Fikensolt (Ammerländer Reitclub) ein solches Cyclocross-Rennen statt. Die organisierenden Radsportler aus Oldenburg werden vom SV Ofenerdiek als ausrichtender Verein unterstützt.

Das Cyclocross-Rennen wird im Rahmen des Weser-Ems-Cup – der zweitgrößten Rennserie Deutschlands – veranstaltet. „Nirgendwo sonst im Radsport sind Breiten- und Leistungssport so dicht beieinander. In keiner anderen Radsportdisziplin sind die Starterfelder der Hobbyfahrer so groß, die Zuschauer so dicht an der Strecke“, wirbt Marc Rinne mit Begeisterung für seinen Sport. Ausdauer und Fahrtechnik seien gefragt. „Die Fahrer müssen abspringen, ihr Rad schultern und Laufpassagen und Hürden überwinden: auf Sand, auf Rasen, durch tiefen Schlamm und mitunter in Schnee und Eis“, erklärt Rinne. Denn Cyclocross ist eine Herbst- und Wintersportart. Die Saison dauert von Mitte September bis Januar.

Zunächst hatten die Veranstalter geplant, dass Cyclocross-Rennen auf dem Gelände des Standortübungsplatzes der Henning von Treskow-Kaserne durchzuführen. Nach Gesprächen, die sich über sieben Monate hingezogen hätten, sei das jedoch nicht genehmigt worden, berichtet Marc Rinne. Die Auswirkungen durch die Fahrräder auf den Panzerübungsplatz seien zu groß. „Andere Sportveranstaltungen wie etwa der ‚Airborn Fit Run‘ sind dagegen genehmigungsfähig – trotz größerer Teilnehmerzahl“, ist der Radsportler verwundert.

Jetzt freuen sich alle Organisatoren, dass sie für die Veranstaltung kurzfristig im Ammerland ein geeignetes Ausweichgelände gefunden haben. Geboten werden kleine Hügel, viel Wiese, ein See und zahlreiche Schleifen. Gerechnet wird mit zirka 200 Startern. „Wir freuen uns, die besten Rennfahrer Norddeutschlands bei uns begrüßen zu dürfen“, so Marc Rinne. Das angekündigte schlechte Wetter stört die Radsportler nicht: „Wir nennen das ‚Crosswetter‘ – denn Regen und Schlamm gehören zu dieser Herbst- und Wintersportart einfach dazu.“

Cyclocross

Das Cyclocross hat seinen Ursprung an der französischen Riviera kurz nach der Jahrhundertwende 1899/1900, als die Straßenfahrer vor Beginn der Saison ihre Form in dieser Gegend aufbauten. Sie spulten dabei nicht nur viele Kilometer ab, sondern steigerten ihre Kondition in dem sie über Stock und Stein fuhren, steile Anstiege und Abhänge nutzten und ihre Räder auch schulterten. Eines Tages steckten sie eine Strecke im Gelände und auf Feld- und Waldwegen aus und inszenierten ein Rennen. Das war die Geburtsstunde des Querfeldein, französisch Cyclocross genannt. Die ersten Querfeldein-Weltmeisterschaften fanden 1950 in Paris statt (Quelle: Wikipedia). Cyclocross ist in Belgien und den Niederlanden ein Sport, der Zehntausende an die Rennstrecken zieht und live im Fernsehen übertragen wird.

Mehr Informationen dazu gibt es unter www.cyclocross-oldenburg.de und www.cx-sport.de.

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