Schulstraße soll den Schulweg sicherer machen

Seit Oktober am Beginn der Junkerstraße zu finden: Das neue Verkehrsschild weist auf die Sperrzeiten hin.
Foto: Frank Bekuhrs
Die Schulstraße vor der Grundschule Bürgeresch könnte zum Vorbild für weitere Standorte in Oldenburg werden. Seit Mitte August ist die Junkerstraße zu bestimmten Bring- und Abholzeiten für den Autoverkehr gesperrt. Nach den bisherigen Erfahrungen prüft die Stadt nun, wo weitere Schulstraßen eingerichtet werden könnten.
An der Bürgereschschule sollte die Sperrung vor allem ein bekanntes Problem entschärfen: Zu den Stoßzeiten trafen dort Kinder zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf Elterntaxis und parkende Autos. „Dass die Verkehrssituation hier prekär ist, begleitet uns, solange ich jetzt hier an der Schule bin“, sagt Schulleiterin Sandra Langenhahn. Geparkte Autos erschwerten Kindern den Überblick beim Queren der Straße. „Wir haben uns immer gewundert, […] dass da noch nie was passiert ist“, sagt Langenhahn.
Schule wandte sich an die Stadt
Die Schule habe wiederholt versucht, die Situation eigenständig zu bessern – unter anderem durch Gespräche mit Eltern, die ihre Kinder täglich mit dem Auto brachten. Gemeinsam mit dem Schulelternrat habe sie sich außerdem an die Stadt gewandt und verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen. Dazu gehörten auch versenkbare Poller an der Straßeneinmündung.
Die Stadt prüfte daraufhin die Möglichkeit einer Schulstraße an entsprechender Stelle. Nach Einschätzung der Verwaltung sei die Lage in der Junkerstraße besonders kritisch – auch wegen der engen Straßenführung und der Parkmöglichkeiten.
Sperrung gilt zu bestimmten Zeiten
Seit Beginn des neuen Schuljahres ist die Junkerstraße daher an Schultagen zu den Bring- und Abholzeiten für den Kfz-Verkehr gesperrt: morgens von 7.15 bis 8 Uhr und nachmittags von 14.45 bis 15.15 Uhr. Anwohnerinnen und Anwohner, die direkt an der Straße wohnen, sind von der Sperrung ausgenommen.
Bisherige Erfahrungen seien positiv, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. Im Umfeld sei bislang kein auffälliger Ausweichverkehr durch Elterntaxis festgestellt worden. Auch Beschwerden aus der Bürgerschaft oder der Nachbarschaft habe es nicht gegeben. Daher prüft die Fachverwaltung derzeit mögliche weitere Standorte für Schulstraßen.
Zur ersten Abholzeit bleibt die Straße offen
Sandra Langenhahn begrüßt die Verbesserung, bemängelt aber, dass die Sperrung nicht alle Stoßzeiten umfasse. Bei der ersten Abholzeit um 12.45 Uhr ist die Straße weiter regulär befahrbar. Die Gefährdungslage für die Kinder habe sich zu dieser Zeit daher nicht verändert.
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