Schule

Schulanfänger können Klima schützen

Jonna, Ella und Verena klärten zusammen mit Eltern, Lehrern und den Machern der Broschüre über einen gesunden Pausensnack auf.

Jonna, Ella und Verena (von rechts) klärten zusammen mit Eltern, Lehrern und den Machern der Broschüre über einen gesunden Pausensnack auf.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Ein gesunder Pausensnack, zu Fuß oder per Rad zur Schule – jeder Schulanfänger kann seine Klimabilanz nachhaltig beeinflussen. Eine Broschüre, die alle Schulanfänger in der Metropolregion Bremen-Oldenburg erhalten, gibt wertvolle Tipps.

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Jonna, Ella und Verena machen es in der Oldenburger Grundschule Hogenkamp vor, wie der Pausensnack aussehen könnte. Sie spießen Gurken, Tomaten, Morzarella, Basilikum und Möhrenstücke auf und finden die Zusammenstellung einfach lecker. Statt Limo und Schokolade bevorzugen sie Obst und Gemüse sowie ein leckeres vollwertiges Pausenbrot.

Jonna weiß, dass Lebensmittel oft tausende Kilometer zurückgelegt haben, ehe sie im Kühlregal angekommen. Die Viertklässlerin weiß auch, dass Vollkornbrot nahrhafter ist als Weißbrot und der mehrfach verpackte Joghurt die Umwelt unnötig belastet. Genau das sollen die rund 20.000 Kinder der ersten Klassen in der Metropolregion ab sofort auch lernen.

„Denn 40 Prozent der CO2-Emissionen sind direkt oder indirekt auf unseren Konsum zurückzuführen“, erklärt Gerd Leidenberger, Leiter energiekonsens Weser-Ems, der gemeinsam mit der Metropole Nordwest und der Niedersächsischen Landesschulbehörde gestern die neue öko-faire und klimafreundliche Broschüre präsentierte.

Sie hilft Eltern und Kindern bei einem klimafreundlichen Start in die Schulzeit. Wie ein gesunder Pausensnack aussieht, worin er transportiert werden sollte, welche Schulranzen und Sportbeutel, Schulhefte und Stifte sich anbieten, woran ökofaire T-Shirts zu erkennen sind, wie Kinder sicher und umweltfreundlich zur Schule kommen – u.a. darüber informiert die Broschüre mit leicht verständlichen Texten und ansprechenden Fotos. Außerdem beinhaltet sie Bezugsquellen.

Für Kinder, die jetzt in die Schule kommen, werden Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Gesundheitsgefährdung durch schädliche Substanzen eine noch größere Rolle spielen als für die Generationen vor ihnen. Deshalb sollen sie so früh wie möglich aufgeklärt werden. Allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Die Broschüre zeigt attraktive Alternativen zum CO2-intensiven Konsumverhalten auf. „Je früher Kinder dieses Verhalten verinnerlichen, umso besser für sie und das Klima“, findet Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropole Nordwest.

Die Broschüre kann unter www.energiekonsens.de heruntergeladen werden.

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