Holger Martin Wilkens setzt auf Kassensturz

OB-Kandidat Holger Martin Wilkens.
Foto: Holger Wilkens
Bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. September tritt Holger Martin Wilkens für das Bürger Bündnis Oldenburg an. Er will die Verwaltung stärker über Führung und Organisation steuern. Als wichtigste Aufgaben nennt er solide Finanzen, bezahlbaren Wohnraum und den Abbau des Sanierungsstaus.
Beruflich war Wilkens unter anderem bei der NATO, im Bundespresseamt und als Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Teheran tätig. Zuletzt leitete er ein Pressezentrum der Luftwaffe in Berlin. Zudem hat er Personalführung und Personalmanagement studiert. Verwaltung ist für ihn deshalb auch eine Frage von Führung und Organisation.
Haushalt zuerst
Als erste Amtshandlung kündigt Wilkens einen vollständigen Kassensturz an. Er will die laufenden Großprojekte und ihre tatsächlichen Kosten prüfen, bevor weitere Vorhaben hinzukommen. „Erst wissen, wo wir wirklich stehen – dann entscheiden“, sagt Wilkens. Den Haushalt bezeichnet er als wichtigstes Thema des Wahlkampfs. Im Fragebogen verweist er auf ein Defizit von rund 90 Millionen Euro für 2026. Der inzwischen beschlossene Kernhaushalt weist ein planerisches Minus von rund 69 Millionen Euro aus.
Kritik an langen Verfahren
Lange Planungs- und Bauzeiten stören Wilkens besonders. Als Beispiele nennt er die Umgestaltung der Cloppenburger Straße und das neue Bad am Flötenteich. Aus seiner Sicht mangelt es nicht an Plänen, sondern an schneller Umsetzung. Gleichzeitig fordert er ausreichend Kita- und Schulplätze sowie mehr bezahlbaren Wohnraum.
Entscheidungen erklären
Von einem Oberbürgermeister erwartet Wilkens nachvollziehbare Entscheidungen und Mehrheiten über Parteigrenzen hinweg. Kosten dürften nicht schöngeredet und Probleme nicht ausgesessen werden. Seine Unabhängigkeit von etablierten Parteien sieht er dabei als Vorteil. Sein Ziel fasst er so zusammen: „Ich möchte Oldenburg wieder zu seinen good vibrations verhelfen.“
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