Oldenburg

Hilfsaktion: Oldenburg hilft der Ukraine

Zahlreiche Ehrenamtliche packen an, um die Lebensmittel und anderen Hilfsgüter für den Krieg in der Ukraine zu verpacken.

Zahlreiche Ehrenamtliche packen an, um die Lebensmittel und anderen Hilfsgüter zu verpacken.
Foto: Volker Schulze

Oldenburg (vs) Angesichts der Kriegsnachrichten aus der Ukraine in den Medien wollte Maik Günther nicht mehr nur tatenlos zusehen, sondern helfen. Kurzentschlossen gründete der Oldenburger am Samstagmorgen gemeinsam mit seiner Frau Edita die Facebook-Gruppe „Oldenburg hilft der Ukraine“ und entwarf die gleichnamige Website dazu. In kürzester Zeit traten mehr als 1000 Menschen der Gruppe bei. Schon Dienstagmittag waren es bereits fast 2500 Mitglieder, um sich mit Sachspenden an der Hilfskation zu beteiligen, das Hilfsteam in Oldenburg aktiv zu unterstützen oder – wie die mehr als 200 Hilfsbereiten, die bisher Unterkünfte für Flüchtlinge in Oldenburg und Umgebung anzubieten. Verschiedene Arbeitsgruppen sind am Start, um die Aufgaben zu koordinieren.

Anzeige

Bei der kurzfristig organisierten Mahnwache am Sonntag auf dem Rathausplatz, die unzählige Menschen auf den Platz brachte und für emotionale Momente sorgte, konnte Maik Günther bereits zahlreiche positive Rückmeldungen von Oldenburger Firmen und Unternehmen verkünden. So stellt die GSG in der Cloppenburger Straße 273/275 kostenlos einen leerstehenden Supermarkt bereit, in der seit Montag die Sachspenden angenommen werden. Eine Speditionsfirma hat kostenlos Kartons für die Sachspenden geliefert.

Dank des guten Netzwerkes von Maik Günther haben sich auch Busunternehmen gemeldet, die bereit sind, Hilfsgüter an die Grenze zur Ukraine zu bringen und auf dem Rückweg Flüchtlinge mitzunehmen. Privatpersonen wollen mit ihren eigenen Fahrzeugen in Richtung Ukraine fahren und Hilfsgüter transportieren. Es ist geplant, dass sich noch in dieser Woche der erste Hilfstransport auf die Reise macht. Persönliche Kontakte zu Menschen in der Ukraine und Polen helfen dabei, dass das ehrenamtliche Team um Maik Günther weiß, was dringend gebraucht wird. Vor Ort kümmern sich Hilfsorganisationen um die Verteilung.

Sammelstelle für Hilfsgüter in der Cloppenburger Straße

Wie die zahlreichen Helferinnen und Helfer an der Sammelstelle in der Cloppenburger Straße berichten, ist bitte darauf zu achten, dass vorerst keine Kleidung angenommen werden kann. Erst wenn Flüchtlinge in Oldenburg ankommen, könne diese angenommen und sortiert werden. Sachspenden in Glasbehältern sowie abgelaufene Lebensmittel werden ebenfalls nicht benötigt. Verschlossene Kartons sollen dem Inhalt entsprechend beschriftet werden. Das Hilfsteam freut sich bereits über Hilfe von Oldenburgern mit polnischen und ukrainischen Sprachkenntnissen, um die Kartons entsprechend zu beschriften, um den Hilfsorganisationen an der Grenze die Arbeit zu erleichtern. Was zurzeit noch dringend fehlt sind: Taschenlampen und Batterien, Schmerzmittel, Halsschmerztabletten sowie große Pflaster.

Folgende Hilfsgüter werden in der Halle in der Cloppenburger Straße 273/275 angenommen:

Medizinisches

Verbandsmaterialien, Druckverbände, Schmerzmittel, Kanülen, Spritzen, Nadeln, Desinfektionsmittel und Desinfektionsmittel für Wunden, chirurgische Masken und Handschuhe, Breitbandantibiotika, Antihistamine, krampflösende Mittel, Anti-Schock-Medikamente, Corona-Tests, antibakterielle Medikamente, Ammoniak, Borsäure, Wasserreinigungsprodukte, Tragen, Tragen mit Gurten, medizinische Rucksäcke, Ventilbandagen, blutstillende Bandagen und Erste-Hilfe Sets.

Sachspenden

Stromgeneratoren, Isomatten, Schlafsäcke, Thermo-Unterwäsche, Taschenlampen und Akkus, Laptops, Verlängerungskabel, Drucker, Motorsägen und Gaskocher

Hygieneartikel

Feuchttücher, Toilettenpapier, Waschmittel, Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife und Einweggeschirr.

Das Sammellager an der Cloppenburger Straße 273/275 ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie zusätzlich mittwochs und freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Für Fragen oder Angebote von Spenden und Hilfe ist das Organisationsteam per E-Mail erreichbar unter kontakt@oldenburghilftderukraine.de.

Eine Liste mit benötigten Hilfsgütern ist auf der Website www.oldenburghilftderukraine.de zu finden, die laufend aktualisiert wird.

Spendenkonto

Ab sofort gibt es ein Spendenkonto für die Hilfsaktion „Oldenburg hilft der Ukraine“, das über die Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg organisiert ist.
Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

​Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg
Oldenburgische Landesbank
IBAN: DE11 2803 0300 8785 0202 00
Spendenzweck „Ukraine-Hilfe“

Wenn die Spender ihre Adresse auf dem Überweisungsträger angeben, stellt die Hilfsaktion ab 200 Euro Spendensumme eine Spendenbescheinigung aus. Unterhalb von 200 Euro genügt der Buchungsbeleg (z.B. Kontoauszug) als „vereinfachter Nachweis“.

Vorheriger Artikel

Offenbar nur ein Schütze bei Polizisten-Doppelmord

Nächster Artikel

Inflationsrate steigt im Februar auf 5,1 Prozent