Flávio Bolsonaro verlässt trotz Ausreiseverbot Brasilien

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Nach der Wahlniederlage hat Flávio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen stramm rechtsgerichteten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, laut übereinstimmenden Medienberichten trotz eines bestehenden Ausreiseverbots Brasilien verlassen und befindet sich auf dem Weg in die USA. Laut CNN teilte ein US-Beamter zunächst mit, dass Bolsonaro auf dem Weg nach Florida sei, erklärte jedoch später, sein genaues Reiseziel in den USA sei unklar.
Gegen Bolsonaro wird wegen mutmaßlicher Korruption, Geldwäsche und Devisenschmuggel ermittelt. Bolsonaro bestreitet jedoch jegliches Fehlverhalten. Spekulationen über seinen Verbleib nahmen zu, nachdem die argentinische Nachrichtenagentur Infobae berichtet hatte, Bolsonaro habe Brasilien über Argentinien verlassen, nachdem er die Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag gegen den linken Präsidenten Lula da Silva verloren hatte.
Die argentinische Regierung erklärte in einer Stellungnahme, sie habe „keine Aufzeichnungen über die Einreise von Flávio Bolsonaro“ in das Land. Die brasilianische Bundespolizei hatte Bolsonaros Reisepässe für ungültig erklärt, nachdem er diese nicht abgegeben hatte, und fahndet derzeit nach ihm, berichtet CNN Brasil.
Der Richter am brasilianischen Obersten Gerichtshof, Alexandre de Moraes, hatte Bolsonaro am Montag angewiesen, seine Reisepässe innerhalb von 24 Stunden abzugeben. Bolsonaro erklärte, die brasilianische Polizei habe ihn persönlich über die Anordnung informiert und ihm mitgeteilt, dass ihm die Ausreise aus Brasilien untersagt sei. In einem auf Instagram veröffentlichten Video hatte der Senator zuvor bestritten, dass er die Absicht habe, zu fliehen.
NachrichtenGewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (27.10.2026)
SportDFB-Pokal: Leipzig schlägt Essen in Unterzahl – Bochum besiegt Mainz
NachrichtenKritik am geplanten Wahlboykott wächst in Sachsen-Anhalts CDU
OldenburgOldenburg plant Wochen gegen Rassismus
NachrichtenDax legt zu – Kurssprung bei Infineon
NachrichtenDröge verlangt Extra-Abgabe auf Privatjets
