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Dobrindt will zur Drohnenabwehr Bundeswehr im Inneren einsetzen

via dts Nachrichtenagentur

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) macht Druck bei der Drohnenabwehr und will dafür die Bundeswehr auch im Inneren einsetzen. „Deswegen brauchen wir endlich klare rechtliche Rahmenbedingungen“, sagte Dobrindt der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Ich will im Luftsicherheitsgesetz festschreiben, dass die Bundeswehr der Polizei im Inneren Amtshilfe leisten darf – gerade bei Drohnenabwehr-Einsätzen. Das wäre ein echter Meilenstein für unsere Sicherheitsarchitektur“, sagte der Innenminister.

„Außerdem müssen wir Kompetenzen bündeln. Mein Ziel ist, ein deutsches Drohnen-Kompetenzzentrum aufzubauen, in dem Bund, Länder und Bundeswehr vernetzt sind. Nur wenn wir technische Expertise und Finanzkraft bündeln, können wir dieser Bedrohung standhalten“, so Dobrindt.

Gefährdet seien kritische Infrastrukturen, Zivilpersonen und Großveranstaltungen. „Aus Tests wissen wir: Einen Großteil aller Drohnen können wir erkennen und abwehren. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es gibt Systeme, die sich mit unserer bisherigen Technik nicht stoppen lassen. Wir müssen also besser werden und diesen technologischen Wettlauf permanent begleiten“, erklärte der CSU-Politiker.

Dobrindt kündigte außerdem die Entwicklung eines Forschungsprojekts zur Drohnenabwehr mit Israel an. Einzelheiten dazu nannte er nicht.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    27. September 2025 um 9.30 — Antworten

    Wenn ein CSU-Minister Vorschläge macht, ist erst einmal Argwohn angesagt. Hier frage ich mich, wie der Bundesminister des Inneren über die Kompetenzen der Bundeswehr entscheiden will. Es wäre verständlicher, hätte er sich auf einen Kabinettsbeschluss bezogen.

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