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„Deutschlandstipendium ist gelebte Praxis“

Marion Blatt und zwei ihrer Stipendiaten: Finn Gerdes und Michael Martin sowie Hochschulpräsident Dr. Elmar Schreiber.

Marion Blatt (rechts) und zwei ihrer Stipendiaten: Finn Gerdes (links) und Michael Martin (3. von links) sowie Hochschulpräsident Dr. Elmar Schreiber.
Foto: Piet / Jade Hochschule

Oldenburg (zb/pm) Zahlreiche Unternehmen und Stiftungen im Oldenburger Land engagieren sich für das Deutschlandstipendium an der Jade Hochschule. Es ist ein Weg, um sich qualifizierte Fachkräfte zu sichern.

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Engagierte Studierende aller Nationalitäten und deren herausragende Leistungen anzuerkennen und zu stärken aber auch zur Förderung von Fachkräften beizutragen, waren die Gründe für das von der Bundesregierung 2011 ins Leben gerufene Deutschlandstipendium, an der sich die Jade Hochschule von Beginn an erfolgreich beteiligt. Die Idee hat sich als Erfolgsmodell entpuppt, an dem sich Unternehmen, Stiftungen und private Geldgeber beteiligen.

50 Millionen Euro sind in den ersten drei Jahren von privater Seite zur Verfügung gestellt worden, die gleiche Summe gab der Bund dazu. Mit diesem Geld sind über 13.000 Studierende mit 300 Euro monatlich einkommensunabhängig gefördert worden. „An der Jade Hochschule waren es bislang 140 Stipendiaten, die in den Fördergenuss von insgesamt 500.000 Euro gekommen sind“, berichtet Sonja Wessels, verantwortlich für das Deutschlandstipendium an der Jade Hochschule.

Die Kriterien, um in den Genuss des Deutschlandstipendiums zu kommen, basieren nicht nur auf Leistungsstärke, sondern schließen gesellschaftliches Engagement und die Überwindung von Hindernissen einer Bildungsbiografie mit ein. Genau das begrüßt Kristian Evers, Vorstandsmitglied der Gertrud und Hellmut Barthel-Stiftung in Varel und Mitarbeiter der Papier- und Kartonfabrik. Die unternehmensgestützte Stiftung unterstützt jedes Jahr fünf Studierende der Jade Hochschule im Rahmen des Deutschlandstipendiums.

„Die Bildungsdurchlässigkeit wird von uns explizit begrüßt“, sagt Evers. „Außerdem erhöht ein solches Stipendium die Attraktivität der Region verbunden mit dem Ziel, gute Leute an sie zu binden.“ Unabhängig davon schätzt Evers die guten Kontakte zur Hochschule und speziell zu den Studierenden. „Wir erleben motivierte, leistungsbereite Studierende, die klare Ziele verfolgen und offen auftreten. Davon sind wir angetan und es veranlasst uns zu einem längerfristigen Engagement an der Jade Hochschule.“

Auch Marion Blatt, Personalleiterin bei CEWE in Oldenburg, ist vom Deutschlandstipendium überzeugt. „Wir sind ein innovativer Arbeitgeber für die Region und auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Das Deutschlandstipendium ist eine große Chance, solche Leute kennenzulernen.“ Das Unternehmen beteiligt sich seit drei Jahren und fördert jeweils drei Stipendiaten aus den Fachrichtungen Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik. „Unsere Erfahrungen mit den Studierenden sind sehr gut. Das zeigt sich vor allem in der Qualität. Sie verfügen über einen guten Wissensstand und sind zudem motiviert und leistungsbereit“, berichtet Blatt, die vor allem den persönlichen Kontakt zu ihnen sucht.

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