Oldenburg (pm) – Einblick in wissenschaftliche Berufsfelder können junge Leute künftig an der Universität Oldenburg auch während eines Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres (FWJ) erhalten. Als neu anerkannte Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes bietet die Universität nun als zweite Hochschule in Deutschland ein solches FWJ an. Start ist im Februar. Abiturienten und andere Interessierte können sich ab sofort bewerben.

„Beim Freiwilligendienst in der Wissenschaft können junge Leute die Welt der Forschung aus erster Hand kennen lernen und dabei den Grundstein etwa für einen erfolgreichen späteren Studienstart legen“, erklärt die Kommissarische Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Al-Shamery. Nach einem Beschluss des Präsidiums bietet die Universität das FWJ zunächst zwei Jahre lang an.

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Der Bundesfreiwilligendienst gibt Menschen die Möglichkeit, sich in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern für sechs bis 18 Monate zu engagieren. In einem Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahr bearbeiten die Schulabgänger gemeinsam mit einem Betreuer oder einer Betreuerin ein Forschungsprojekt ihrer Wahl. Bislang bot einzig die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ein FWJ an. Auch in Oldenburg wird das FWJ zunächst Projekte in der klinischen, biomedizinischen und grundlagenwissenschaftlichen Forschung anbieten und an der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften angesiedelt sein. Das Freiwilligenjahr kann aber auch an allen anderen Oldenburger Fakultäten angeboten werden.

Die praktische Tätigkeit in Forschungseinrichtungen verschafft den Freiwilligen –neben dem gesellschaftlichen Engagement –Einblicke in wissenschaftliche Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung und Studienfachwahl. „Bei den Freiwilligen-Projekten auf dem Medizinischen Campus Universität Oldenburg wird es ausschließlich um Forschung und nicht um den Einsatz in der Patientenversorgung gehen, auch wenn die Projekte in den vier Oldenburger Krankenhäusern angesiedelt sein können“, sagt der Dekan der Fakultät VI, Prof. Dr. Gregor Theilmeier, der 2011 beim Start der bundesweit ersten FWJler in Hannover an der MHH tätig war und eine Reihe von FWJlern selber betreut hat. Neben der Betreuung durch Forschungseinrichtung und Koordinationsstelle dienen diesem Ziel auch jährlich insgesamt fünf Seminar-Wochen zur persönlichen und professionellen Entwicklung der Freiwilligen.

Das FWJ lässt sich bei zulassungsbeschränkten Studiengängen auf die Wartezeit anrechnen und wird an verschiedenen Medizinischen Fakultäten im Auswahlverfahren der Hochschulen gesondert berücksichtigt. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von bis zu 400 Euro und ein Abschlusszeugnis. Etwaige Kindergeldansprüche bleiben bestehen.

Näheres zum FWJ an der Universität Oldenburg und zum Bewerbungsverfahren gibt es unter unter www.uni-oldenburg.de/fwj

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