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Begeistert vom Medizinstudium

Für Moritz Knemeier eröffnen sich im Rahmen seines Medizinstudiums an der European Medical School in Oldenburg neue Möglichkeiten.

Für Moritz Knemeier eröffnen sich im Rahmen seines Medizinstudiums neue Fenster.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) „Ich bin super zufrieden mit meiner Studienwahl“, sagt Moritz Knemeier. Der 24-Jährige will unbedingt Arzt werden. Er bekam gleich zu Beginn des neuen Studiengangs einen Studienplatz in Oldenburg an der European Medical School (EMS). Bei der EMS handelt es sich um ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen, das in Europa einzigartig ist.

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„Klar haben wir uns hier alle auch ein bisschen auf ein Experiment eingelassen“, räumt Moritz Knemeier ein, aber es gelingt. Auch wenn sie manchmal improvisieren müssen wie gegenwärtig, weil das Gebäude baulich erweitert wird. „Wir sind ein kritischer Jahrgang“, sagt er und findet es gut, dass die Fakultätsleitung großen Wert auf einen offenen Dialog mit den Studierenden legt. „Über die Fachschaft signalisieren wir, was nicht gut läuft und bekommen sehr schnell eine Reaktion. So können wir das Studium auch mitgestalten.“

Der 24-Jährige findet das Curriculum sehr fortschrittlich. Es ist die ständige Verzahnung von Theorie und Praxis, die ihm besonders gut gefällt. „Wir haben von Beginn an Patientenkontakte, wissen also, was später auf uns zukommt, und praktizieren problemorientiertes Lernen.“ Konkret heißt das, die Studierenden bekommen u.a. Fälle beschrieben, für die sie eine Anamnese erstellen müssen. Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt, besprochen und neue Lernziele formuliert. Dabei lerne ich sehr viel“, berichtet Moritz Knemeier, der vor seinem Studium bereits als Rettungsassistent gearbeitet hat.

Er befindet sich zurzeit im fünften Semester und hatte bereits acht Praxisphasen. U.a. hospitierte er mehrmals bei Hausärzten in der Region, bei einem Gastroenterologen in Münster und in der Radiologie des Klinikums Oldenburg. „Das waren interessante Aufenthalte, zumal die Mediziner mich in alles sehr intensiv einbezogen haben und ich viele Fragen stellen konnte. Diese Praxisphasen tragen maßgeblich zur Vertiefung der Theorie bei“, stellt Moritz Knemeier fest. „Ich verstehe viele Zusammenhänge dann noch besser“, lobt er das neue Studienkonzept und erinnert zudem an die berufsbezogene Kommunikationsschulung sowie Forschungsbezüge, die im Studium ebenfalls eine große Rolle spielen.

Jedes Jahr beginnen 40 Studierende an der Universität Oldenburg ein Medizinstudium, das insgesamt zwölf Semester umfasst. Unterstützt werden sie von den Krankenhäusern und Ärzten in der gesamten Region. Nicht zuletzt auch wegen des drohenden Ärztemangels insbesondere auch auf dem Land. Ob Moritz Knemeier eines Tages Landarzt sein wird, weiß er heute noch nicht. „Für mich öffnen sich ständig neue Fenster“, erzählt er. „Es ist alles sehr interessant und spannend und je länger er studiert, umso mehr erschließt sich mir alles“, sagt er und ist im Moment vor allem froh, grundsätzlich die richtige Berufswahl für sich getroffen zu haben.

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1 Kommentar

  1. Klaus
    7. Januar 2015 um 7.53

    Wie teuer ist eigentlich so ein Studium ?

    Kommt das Geld in der Arztlebenszeit wieder rein?

    Und wieviele von den Studenten arbeiten nach dem Studium im Beruf ?