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„Ars legendi-Preis 2016“ geht nach Oldenburg

Der Masterstudiengang PPRE der Universität Oldenburg wird mit dem Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre ausgezeichnet.

Das PPRE-Team mit Herena Torio, Hans Holtorf, Marianne Hamm, Edu Knagge, Prof. Dr. Carsten Agert, Dr. Tanja Behrendt, Dr. Robin Knecht, Andreas Günther und Michael Golba (von links). Nicht auf dem Foto: Prof. Dr. Jürgen Parisi.
Foto: Next Energy

Oldenburg (am/pm) Der Masterstudiengang „Postgraduate Programme Renewable Energy“ (PPRE) der Universität Oldenburg wird mit dem Ars legendi-Preis 2016 für exzellente Hochschullehre ausgezeichnet. Der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ausgelobte, mit 50.000 Euro dotierte Preis würdigt das englischsprachige Studienprogramm als „herausragendes Projekt im Bereich diversitätsgerechtes Lehren und Lernen“. Überreicht wird die bundesweit renommierte Auszeichnung am 2. November in Düsseldorf. Die Oldenburger teilen sich den Preis mit der Folkwang Universität der Künste Essen.

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Das Oldenburger PPRE-Programm – angesiedelt im Institut für Physik – wurde von gleich drei Seiten für den Preis vorgeschlagen: von aktuellen PPRE-Studierenden, von nicht beteiligten Studierenden anderer Fachrichtungen sowie aus dem Kreis des Alumni-Netzwerkes. In ihrem Urteil lobt die Jury den hohen „Mehrwert durch Diversität“, der ein integraler Bestandteil des Studiengangkonzepts von PPRE sei. Studierende aller Kontinente, zu gleichen Teilen männlich und weiblich, interdisziplinär ausgerichtet und mit unterschiedlichem kulturellen wie beruflichen Hintergrund – dieser Erfahrungsschatz werde systematisch genutzt.

29 Jahre nach Gründung als eines der ersten Masterstudienprogramme Deutschlands werden bei PPRE neben spezialisierten Vorlesungen der Teammitglieder auch Lehrangebote anderer Studiengänge einbezogen, wie zum Beispiel der Energiemeteorologie, Ökonomie, Photovoltaik oder den Sozialwissenschaften. Zudem wird das Know-how des An-Instituts Next Energy, das Agert leitet, eingebunden. Pro Jahrgang gehen für die rund 25 Studienplätze mittlerweile etwa 600 Bewerbungen aus aller Welt ein.

Dieser Masterstudiengang ist international: Bis heute haben 479 Teilnehmer aus 80 Ländern das Programm erfolgreich absolviert. Nahezu genauso viele Mitglieder umfasst das Alumni-Netzwerk, das sich über alle Kontinente erstreckt. Viele Ehemalige sind heute für Regierungen, in der Forschung oder im privaten Sektor tätig. „Dieses Netzwerk eröffnet den PPRE-Studierenden ein weltweites Angebot für Masterarbeiten und Praktika, die fester Bestandteil des Studiengangs sind“, sagt Dr. Tanja Behrendt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im PPRE-Team. Auf diese Weise absolvierten rund 90 Prozent der Studierenden mindestens eine Ausbildungskomponente in einem für sie fremden Land. „Das macht den Studiengang für die Teilnehmenden so attraktiv.“

„Der Ars legendi-Preis besitzt eine große Strahlkraft und unterstreicht unser exzellentes Masterangebot für internationale Absolventen im Bereich der erneuerbaren Energien“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. Der wissenschaftliche Leiter des Masterprogramms, Prof. Dr. Carsten Agert, der das Preisgeld stellvertretend für das Projektteam entgegennimmt und es der Universität für die weitere Stärkung des PPRE-Programms spendet: „Der Studiengang wird getragen vom Enthusiasmus unseres Teams, das für die Lehrinhalte die passenden Kompetenzen bereithält und mit großem Einsatz eine außergewöhnlich intensive Betreuung der Studierenden sicherstellt.“ Dies sei die Basis dafür, dass es praktisch keine Studienabbrecher gäbe.

Der Ars legendi-Preis

Der Ars legendi-Preis wird seit dem Jahr 2006 ausgelobt und soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis soll einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Gütekriterium für Hochschulen etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen profiliert werden.

Im Jahr 2016 wurde der Preis zum Thema „Diversitätsgerechtes Lehren und Lernen“ in zwei Kategorien vergeben: an einen Wissenschaftler sowie für ein herausragendes Projekt. Zugelassen wurden Nennungen einzelner Lehrveranstaltungen, Module, besondere Formen der Prüfungsgestaltung sowie Beratungs- oder Betreuungsmaßnahmen.

Weitere Informationen sind unter www.stifterverband.org und www.uni-oldenburg.de zu finden.

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