BDA fordert gesetzliche Einschränkung des Streikrechts
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) verlangt angesichts der erneuten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi, das Streikrecht einzuschränken.
Der „Bild“ (Dienstagsausgabe) sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter: „Erst streiken, dann verhandeln – das zerstört Vertrauen. Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks.“ Kampeter warf Verdi eine „verantwortungslose Streikstrategie“ vor. „Ob Streik im Nahverkehr oder im Winterdienst: Viele Beschäftigte hatten schon in der letzten Woche Schwierigkeiten, überhaupt in die Betriebe zu kommen. So nimmt man Schäden und im schlimmsten Fall sogar Körperverletzungen in Kauf“, sagte Kampeter der „Bild“.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte.
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





1 Kommentar
Dieser Typ irrt bzw. sagt bewusst die Unwahrheit – erst gibt es berechtigte Forderungen der AN, das Gehalt doch mindestens mit der Inflationsrate zu erhöhen bzw. die gesteigerte Produktivität der AN zu honorieren. Die typische Antwort der AG ist ein kategorisches „Nö“. Daraufhin gibt es einen Warnstreik als dezenten Hinweis an die AG. Meist sind sie dann immer noch störrisch und verweigern jegliche Verhandlungen, auch gerne durch die Abgabe völlig unzureichender bzw. unrealistischer Angebote. Daraufhin wird gestreikt. Dann wieder verhandelt. Bis das Ergebnix halbwegs stimmt und die AN zumindestens keinen Reallohnverlust hinnehmen müssen.
Wie scheinheilig solche Äusserungen sind sieht man gerade bei VW. Von Seiten der AG ein riesiges Schreckgespenst an die Wand malen, wie schlecht es dem Konzern doch ginge. Was übrigens zu 100% durch Managementfehler verursacht wurde, u.a. durch die jahrzehntelange Weigerung, die E-Mobilität ernstzunehmen und die eigene Produktion umzustellen. Aus Trotz wurde dann so ein Schrott wie der E-Golf auf den Markt geworfen. Wer so dumm war, darauf hereinzufallen steht heute mit unter 50km Restreichweite da. Man sah tatenlos zu, wie China den Markt aufrollte und schrie dann um Staatshilfe,
Als Folge dieser Erpressung der AN um Zugeständnisse gibt es keine Boni für selbige. Dadurch wurden „überraschend“ grössere Summen frei, die man im Vorstand natürlich flugs als Boni ausgezahlt hat.
Nein, verarschen lassen sollten sich die AN nicht, sondern mit aller Kraft gegen solche Machenschaften kämpfen.
Aus meiner Anfangszeit im Arbeitsleben kenne ich so etwas nur zu gut: Brtiebsversammlung wurde einberufen, um zu verkünden, dass aufgrund der „extrem angespannten finanziellen Situation“ der Firma dieses Jahr „leider“ kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt werden könne. Einige Wochen später gab es für die drei obersten Typen der Chefetage einen neuen Firmenwagen, jeweils eine Nummer grösser (BMW 3er auf 5er etc,). Ja, so motiviert man seine AN zu noch mehr Leistung. Nicht.