Verdi lehnt Arbeitgeberangebot im Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen ab
In der dritten Verhandlungsrunde für den Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen haben die Arbeitgeber ein neues Angebot vorgelegt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi teilte jedoch mit, dass dieses Angebot nicht angenommen werden kann, da es weiterhin unter der Inflationsrate liegt und für die Beschäftigten im Handel einen Reallohnverlust bedeuten würde.
Dies sei für die Beschäftigten in einer Branche mit einer der niedrigsten Durchschnittseinkommen bundesweit nicht tragbar. Um mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, plant Verdi, die Warnstreiks zu intensivieren und auszuweiten.
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Das neue Angebot sieht eine Laufzeit von 24 Monaten vor.
Nach sechs Nullmonaten sollen die Entgelte zum 1. November um 2,4 Prozent steigen, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um zwei Prozent zum 1. August des folgenden Jahres, ebenfalls nach weiteren drei Nullmonaten. Auch für Auszubildende ist eine erste Erhöhung erst nach sechs Nullmonaten zum 1. März 2027 vorgesehen.
Aus Sicht von Verdi werden damit weder die Beschäftigten noch der dringend benötigte Nachwuchs der Branche angemessen berücksichtigt.
Verdi-Verhandlungsführerin Sandra Schmidt äußerte, dass viele Kollegen bereits ihren Unmut auf die Straße gebracht haben und den Arbeitgebern klar signalisiert haben, was sie zum Leben benötigen. Das neue Angebot spiegele nicht die aktuelle Lage der Branche wider.
Besonders kritisch wird die Situation in den unteren Entgeltgruppen bewertet, da die Forderungen nach einer Erhöhung mit einem Festbetrag diese Gruppen entlasten sollen, die von den erhöhten Lebenshaltungskosten besonders betroffen sind.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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