Grüne fordern starke Regionen für starken Tourismus in Niedersachsen
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen hat eine stärkere Verknüpfung von Tourismus- und Regionalentwicklung gefordert. Das hat die tourismuspolitische Sprecherin Tamina Reinecke am Freitag mitgeteilt.
Anlass sind aktuelle Daten der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH, die Niedersachsen im Service-Ranking der Reiseländer auf Platz 1 sehen, sowie das IV-Regionalranking, das für viele Landkreise im Land einen Rückfall bei Lebensqualität und Wirtschaftskraft zeigt.
„Niedersachsen ist ein starkes Reiseland, aber gute Tourismuszahlen allein schaffen noch keine starken Regionen“, sagte Reinecke. Der Widerspruch zwischen erfolgreichen Urlaubsdestinationen und strukturell schwachen Kommunen belege, dass es vielerorts an Infrastruktur, zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und finanzieller Handlungsfähigkeit fehle.
Deshalb müsse Tourismuspolitik endlich auch als Regionalentwicklung begriffen werden.
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Investitionen in touristische Infrastruktur müssten immer auch den Menschen vor Ort zugutekommen, so die Grünen-Politikerin weiter. Als Beispiele nannte sie den Ausbau von Radwegen, der auch den Alltagsradverkehr stärke, die Sanierung von Dorfkernen und historischen Gebäuden, die neue Begegnungsorte schaffe, sowie den klimaresilienten Umbau touristischer Infrastruktur, der Kommunen direkt vor den Folgen der Klimakrise schütze.
Tourismus könne ein Motor für Lebensqualität, regionale Wertschöpfung und Klimaanpassung sein, wenn er nachhaltig und strategisch gestaltet werde.
dts Nachrichtenagentur





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