Finanzgericht verzeichnet deutlichen Anstieg der Verfahrenseingänge
Das Niedersächsische Finanzgericht in Hannover hat für das vergangene Jahr einen deutlichen Anstieg der Verfahrenseingänge verzeichnet. Wie die Präsidentin des Gerichts, Petra Hager, mitteilte, stieg die Zahl der neuen Verfahren im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwölf Prozent auf 3.627. Damit setzt sich ein bereits 2024 beobachteter Trend fort.
Die Zunahme ist nur teilweise auf Verfahren im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform zurückzuführen.
Da die Anzahl der erledigten Verfahren mit 3.316 nicht im gleichen Maße zunahm, stieg der Bestand unerledigter Verfahren am Jahresende erstmals seit Jahren leicht an, von 2.142 auf 2.346. Positiv entwickelte sich hingegen die durchschnittliche Verfahrensdauer für Klagen, die von 10,9 auf 9,1 Monate sank. Hager wies darauf hin, dass ihr Gericht damit im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition einnehme; der Durchschnitt an allen Finanzgerichten lag 2024 bei 15,3 Monaten.
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Bereits 2024 war das Niedersächsische Finanzgericht mit 3.186 Neueingängen das bundesweit am stärksten belastete Finanzgericht, gefolgt von Berlin-Brandenburg, München und Münster.
In den bevölkerungsreichen Ländern Bayern und Nordrhein-Westfalen liegen die Eingangszahlen über alle dortigen Finanzgerichte summiert allerdings höher als in Niedersachsen. Der Personalbestand in Rechtssachen stieg im Jahresdurchschnitt leicht auf knapp 50 Richter an.
dts Nachrichtenagentur



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