ZDH-Präsident fordert Senkung der Lohnnebenkosten

ZDH-Präsident fordert Senkung der Lohnnebenkosten

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, fordert eine Senkung der Lohnnebenkosten. Ohne eine solche Senkung sei Deutschland nicht wettbewerbsfähig, sagte er am Rande der Kabinettsklausur in Neuhardenberg dem Nachrichtensender „Welt“.

Dittrich verwies auf die mehrheitlich schlechte Stimmung in seiner Branche. „Die Stimmung in den meisten Betrieben ist nicht gut, um es vorsichtig zu formulieren“, sagte er. Er sei jedoch auf eine Bundesregierung getroffen, die sich die Schilderungen ernsthaft anhöre. Eine Klausur bringe zwar nicht sofort ein Ergebnis, aber es seien gute Gespräche, in denen nicht verdrängt werde, sondern deutlich hingeschaut werde, wo es klemmt.

Anzeige

Die Senkung der Lohnzusatzkosten nannte Dittrich „das dickste Brett, wo alle sich gern drumherum drücken“. Ein Prozent Lohnzusatzkosten entspreche ungefähr zehn Milliarden Euro. Das seien Gelder, die den Mitarbeitern und den Betrieben nicht zur Verfügung stünden. Man liege inzwischen drei Prozent über dem selbst gesetzten Ziel. „Dieses Thema müssen wir angehen, um wettbewerbsfähig zu sein“, so Dittrich.

Natürlich müsse auch die Bürokratie sinken, sagte Dittrich. Er beschrieb das als „eine Atmosphäre des Ermöglichens“. Es gehe nicht alles mit dem Gesetz, sondern es müsse vorgelebt werden, dass Dinge wieder möglich sein müssten. Als Beispiele nannte er die Verpackungsverordnung auf europäischer Ebene, das Sonntagsbackverbot und die Bonpflicht. Dort gebe es Maßnahmen, die kein Geld kosteten und ganz schnell umgesetzt werden könnten.

Als dritte Forderung nannte Dittrich eine bessere Unterstützung der dualen Ausbildung durch die Politik. Das Handwerk habe trotz Wirtschaftskrise die Ausbildungszahlen gesteigert. Das gelte es nicht nur zu würdigen, sondern auch zu finanzieren, etwa in den Bildungszentren und in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Man integriere junge Menschen, die zugewandert seien, und bilde viele junge Leute aus. Das stehe für die Zukunft des Landes im Fokus.

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenEvers wirft Berliner Linken Verschärfung der Wohnungskrise vorNachrichtenWahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt knackt RekordmarkeNachrichtenHunderte Menschen nach Sturzflut in Nepal vermisst
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMotorradfahrer schwer verletzt und Autofahrer alkoholisiert bei Unfällen in CalberlahSportPalhinha wechselt vom FC Bayern zu Benfica LissabonNiedersachsenL 530 zwischen Hilkerode und Duderstadt wird im Oktober saniertNiedersachsenZwei Leichtverletzte bei Frontalzusammenstoß in Bruchhausen-VilsenNachrichtenHunderte Menschen nach Sturzflut in Nepal vermisstNachrichtenUnionsfraktionsvize fordert von VW Klarheit über Stellenabbau
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok