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Woidke fürchtet Verschärfung des Fachkräftemangels

Schutzhelme, über dts Nachrichtenagentur

Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels in den kommenden Jahren gewarnt. „Fehlende Fachkräfte sind deutschlandweit das größte Risiko für eine gute Wirtschaftsentwicklung“, sagte er dem „Handelsblatt“.

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Im Osten sei der Druck auf dem Fachkräftemarkt „immens groß“. Woidke sprach sich dafür aus, Arbeitskräften die Zuwanderung nach Deutschland zu erleichtern. „Wenn man einen festen Arbeitgeber hat und für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen kann, sollte es einfacher sein, nach Deutschland einzuwandern“, sagte der SPD-Politiker. „Dann sollte es unbürokratisch erst einen Aufenthaltstitel geben und später sollte dann auch die Einbürgerung möglich sein.“

Das derzeitige Einwanderungsrecht bezeichnete Woidke als „nicht mehr zeitgemäß“. Allerdings arbeite die Bundesregierung gegenwärtig an einer Verbesserung des Aufenthaltsrechts, um gut integrierten geduldeten Ausländern ein Bleiberecht zu ermöglichen. „Ich begrüße diese Planungen, von denen dann auch Brandenburg profitieren wird“, sagte der Regierungschef.

Foto: Schutzhelme, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Markus
    4. Juli 2022 um 22.46

    Wieder mal völliger Quatsch. Es gibt mehr als ausreichend Fachkräfte, man muss sie halt nur ausreichend bezahlen und auch das Betriebsklima muss stimmen. Einen Mangel an erstklassigen Fachkräften, diewillig und kritiklos für Mindestlohn schuften, ja den gibt es tatsächlich.
    Es gibt auch einen Porschemangel – ich suche seit Jahren einen Porsche, Neuwagen, nicht unter 500PS, Vmax ab 300km/h, für maximal 10.000 €. Ich finde keinen. Wir haben eindeutig einen Porschemangel!

    • W. Lorenzen-Pranger
      5. Juli 2022 um 11.12

      Seit einiger Zeit bereits werben die Dänen gut ausgebildete deutsche Fachkräfte ab. Nicht über Werbeanzeigen, sondern in seriösen und differenziert argumentierenden journalistischen Beiträgen in verschiedenen Zeitungen. Rechnen sie doch spaßeshalber mal die Dotierung eines Elektrikermeisters in Dänemark, oder auch in Schweden, in Euro um. Traumhaft, im Vergleich zu hier – und nur Luxusgüter sind dort wesentlich teuerer als hierzulande, aber wer braucht schon täglich einen Kasten Bier? 🙂
      Und – hatte ich es nicht gerade in einem anderen Beitrag geschrieben, bekloppte Hysterien aller Arten ist denen dort ziemlich wesensfremd.

    • Manfred Murdfield
      5. Juli 2022 um 12.48

      Mehr als ausreichend LehrerInnen, ErzieherInnen, Strassenbauer, Pflegekräfte, Auszubildende, Gastronomie usw. usw.? Tausende sitzen als Influenzer zu Hause und warten auf eine lebenslange B5 Besoldung? Da bin ich mir ja nicht sicher. Das Problem liegt auch, aber sicher nicht nur an der Bezahlung. Und wovon leben die ausreichend vorhandenen aber nicht zur Arbeit gehenden Menschen? Beim Jobcenter sind die nicht gemeldet, viele haben geerbt, aber dann hilft auch kein Extragehalt.