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Wohnungslosenhilfe kritisiert geplantes Alkoholverbot an Bahnhöfen

via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe befürchtet neue Härten für obdachlose Menschen mit Alkoholsucht vor dem Hintergrund des geplanten bundesweiten Alkoholkonsumverbots an Bahnhöfen.

Ein Verbot verändere nicht die Lebenslage der Menschen, die sich am Bahnhof aufhalten, sondern verdränge sie lediglich aus dem Blickfeld, sagte Vize-Geschäftsführer Joachim Krauß dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe). Der Bahnhof gehöre für viele zu den wenigen witterungsgeschützten und gut zugänglichen öffentlichen Orten. Durch das Verbot würden die Menschen in Bereiche gedrängt, die weniger Schutz bieten und weniger Anschluss an das Hilfesystem haben, so Krauß.

In Hamburg, wo ein entsprechendes Verbot bereits gilt, habe man die Erfahrung gemacht, dass die Menschen in angrenzende Stadtteile verdrängt wurden. Die dadurch entstandene öffentliche Aufmerksamkeit habe allerdings auch einen positiven Nebeneffekt: Die Stadt Hamburg baue inzwischen niedrigschwellige Hilfeangebote in unmittelbarer Bahnhofsnähe aus. Krauß erklärte, es brauche aufsuchende Ansätze wie Streetwork sowie die Schaffung von Akzeptanzräumen statt Verbote.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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