Nachrichten

Vertreter aus Wirtschaft und Bildung debattieren Maskenpflicht

Hinweisschild auf Maskenpflicht in einer Fußgängerzone, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vertreter der Wirtschaft und Bildung debattieren die Abschaffung der Maskenpflicht mit sehr unterschiedlichen Standpunkten. Die Vertreter von Zoos, Deutscher Bahn und Einzelhandel sind dafür, die Masken weiterhin nur im Freien abzunehmen, berichtet das Nachrichtenportal Watson.

Anzeige

„Kunden und Handel haben sich an die Maskenpflicht gewöhnt“, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelverbands (HDE) gegenüber dem Portal. „Es muss alles unternommen werden, einen nochmaligen Lockdown zu verhindern“, so Genth. Die Situation beim Kino sei dagegen schwieriger. „Hintergrund ist, dass die Kinos auf die Erlöse aus dem Verzehr am Platz dringend angewiesen sind“, sagte Christine Berg, Vorstandsmitglied des Hauptverbands Deutscher Filmtheater (HDF) Watson.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist komplett gegen das Aufheben der Maskenpflicht in Klassenzimmern. Hygienekonzepte wie Lüften könnten oftmals nicht gut umgesetzt werden und es seien auch noch nicht alle Lehrer vollständig geimpft. „Die Länder müssen die Sommermonate nutzen und in Sachen Hygieneschutz für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern nacharbeiten. Corona ist noch nicht vorbei“, sagte Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gegenüber dem Nachrichtenportal.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) dagegen findet es wichtig, dass die Politik und Wissenschaft bei einer niedrigen Inzidenz überprüfe, ob die Maskenpflicht weiterhin sinnvoll sei. „Jede Einschränkung – auch die Maskenpflicht – muss nachvollziehbar, geeignet und verhältnismäßig sein“, so Ingrid Hartes, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes.

Foto: Hinweisschild auf Maskenpflicht in einer Fußgängerzone, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Bund plant 2022 mit Neuverschuldung von rund 100 Milliarden Euro

Nächster Artikel

Wirtschaft lässt weniger an Hochschulen forschen