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Verarbeitendes Gewerbe hatte im Januar noch ein Auftragsplus

Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Januar 2020, während die Corona-Krise spürbar Fahrt aufnahm, saison- und kalenderbereinigt um 5,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden. Der Anstieg ist insbesondere im Luft- und Raumfahrzeugbau und im Maschinenbau auf Großaufträge zurückzuführen.

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Doch auch ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2020 saison- und kalenderbereinigt 2,3 Prozent höher als im Vormonat, was auf eine gute allgemeine Auftragslage in vielen Wirtschaftszweigen zurückgeht, so das Statistikamt. Die Aufträge aus dem Inland fielen im Januar 2020 im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 10,5 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 15,1 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 7,8 Prozent gegenüber Dezember 2019. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Januar 2020 um 3,5 Prozent höher als im Vormonat, so die Statistiker weiter. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Zuwachs von 7,1 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 2,9 Prozent. Im Dezember 2019 lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 2,1 Prozent niedriger als im November 2019. Das vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt. Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Januar 2020 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 Prozent höher als im Vormonat. Für Dezember 2019 ergab sich ein Rückgang von 0,7 Prozent (vorläufiger Wert: -1,3 Prozent), so das Bundesamt.

Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

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