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Veranstalter erwägen Impfpass als Zugangsvoraussetzung

Impfpass, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Veranstalter im Sport- und Unterhaltungsbereich erwägen, Impfpässe mit dem Nachweis einer Corona-Impfung als Zugangsberechtigung für Events einzusetzen. „Aus unserer Sicht ist es denkbar, dass in einer Übergangsphase auch Impfausweise eine Rolle beim Einlass spielen können“, sagte Dirk Bamberg, Vizepräsident des Bundesverbands der Diskotheken und Tanzbetriebe, der „Welt“ (Freitagausgabe). Konkrete Pläne gebe es zwar noch nicht, „aber wir müssen alle Möglichkeiten prüfen, um aus den andauernden Schließungen der Clubs rauszukommen“.

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Auch Lutz Leichsenring, Sprecher der Berliner Clubcommission, dem Verband der Club-Betreiber in der Hauptstadt, zeigt sich nicht generell abgeneigt: „Bis die vielen jungen Leute, die das Nachtleben bevölkern, an den Impfstoff kommen, wird viel Zeit vergehen. Ob man dann darüber spricht, dass man geimpften Leuten einfacher Zutritt gewährt, muss man sehen.“ Er halte eine Impfausweis-Regelung jedoch für „ethisch sehr heikel“. Allerdings habe Corona gezeigt, dass man im Zweifel bereit sei, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. „Es wäre früher auch nicht denkbar gewesen, dass wir nachverfolgen, wer bei uns feiert“, sagt Leichsenring. Große Aufgeschlossenheit gibt es im Sportbereich. „Das Vorzeigen eines Impfnachweises ist eine große Chance, um in der Übergangsphase, in der noch nicht die breite Bevölkerung geimpft wurde, einen finanziellen Ruin der Veranstaltungsbranchen zu verhindern“, sagte Edwin Weindorfer, Chef der Emotion Group, einem der größten Tennisveranstalter Europas, der „Welt“. „Grundsätzlich sind wir offen zu prüfen, dass Besucher ihren Impfausweis vor den Turnieren vorzeigen. Sie müssten dann etwa vor dem Eingang keinen Schnelltest mehr machen und kein negatives Corona-Testergebnis vorweisen.“ Einen ethischen Konflikt sieht Weindorfer dabei „eher nicht“. „Wir würden durch diese Möglichkeit niemanden vom Tennisspiel ausschließen.“ Er wolle das Thema künftig mit den Dachorganisationen des Tennis besprechen.

Foto: Impfpass, über dts Nachrichtenagentur

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8 Kommentare

  1. Carmen Lux
    20. November 2020 um 20.25 — Antworten

    Ich bin der Meinung, so lange nicht erwiesen ist, dass der oder die Impfstoffe keine schwerwiegenden Nebenwirkungen – auch auf längere Zeit – haben, sollte ein Impfpass nicht gefordert werden.
    Wer übernimmt die Verantwortung, wenn Impfschäden auftreten? Wer bezahlt für diese Schäden?
    So lange das nicht geklärt ist, werde ich mich sicher nicht impfen lassen.
    Es hat schon früher andere Pandemien gegeben, da hat kein Hahn danach gekräht. Warum gerade jetzt?

    • MaxiMaus
      21. November 2020 um 13.14 — Antworten

      Ich empfinde das als Nötigung und stimme Frau Lux voll und ganz zu!

    • Nikolaus
      22. November 2020 um 12.51 — Antworten

      @Carmen
      Welche anderen Pandemien meinst du?

      • Michael
        27. November 2020 um 18.54 — Antworten

        Z. B. die Hongkong-Grippe 1968/1969, mit mehr als 50000 Toten in de BRD und DDR!

  2. Jörg Holstein
    21. November 2020 um 12.48 — Antworten

    Das „niemand vom Tennis spielen ausgeschlossen „wird ist ja schon gelogen denn das scheint doch gerade der Sinn der Sache zu sein!

  3. Onkel Tom
    22. November 2020 um 15.48 — Antworten

    Ich werde dann im großen Stil solche „Ausweise“ drucken …. da rollt der Rubel 😀

  4. Gerard Remkes
    22. November 2020 um 20.24 — Antworten

    Der Vorschlag von Hrn. Bamberg macht wenig Sinn. Zur Zeit dass genügend Menschen geimpft sind, ist die Veranstaltungsbranche längst dahin. Dazu wird ein Grossteil der Bevölkerung sich vermutlich gar nicht impfen lassen. Die Veranstaltungsbranche würde somit auf ein substantielles Teil ihrer Kundschaft verzichten. Manche Türen soll man besser nicht öffnen, man kriegt sie nämlich nicht mehr zu.

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