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VDA-Präsidentin fordert schnelle Entscheidung über Kaufprämien

Parkende Autos in einer Straße, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, dringt auf eine schnelle Entscheidung der Politik über mögliche Kaufprämien. „Es muss zeitnah politisch entschieden werden, damit es eine Klarheit im Markt gibt“, sagte Müller der „Welt am Sonntag“. Ihr „wäre dafür Mai oder Anfang Juni lieber als September oder Oktober“.

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Es gebe derzeit eine „doppelte Zurückhaltung“ der potenziellen Autokäufer, da sie nicht nur durch die Coronakrise verunsichert seien. „Sobald eine Debatte stattfindet, ob der Staat mit einer Kaufprämie hilft, warten die Verbraucher natürlich ab, bis die Prämie tatsächlich kommt“, so Müller. Sie gehe jedoch nicht davon aus, dass es beim Gipfel am Dienstag schon konkret werde. „Ich habe nicht die Erwartung, dass dort schon über konkrete Euro-Beträge geredet wird.“ Der Verband wünsche sich eine „breite Förderung“ nicht nur von Elektro- und Hybrid-Autos, sondern auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, so die VDA-Präsidentin weiter. „Wir könnten uns aber ein Stufenmodell vorstellen, bei dem bestimmte Antriebe noch zusätzliche Prämien bekommen.“ Auf eine konkrete Höhe des möglichen Bonus wollte sich die Lobbyistin nicht festlegen. Müller sprach sich gegen andere Konjunkturhilfen wie Konsumgutscheine aus, die vor allem Branchen wie den Einzelhandel stützen würden. „Die Industrien sind unterschiedlich stark von der Krise betroffen, manche mehr als die Autobranche, aber manche eben auch weniger. Deshalb halte ich wenig von pauschalen Lösungen wie Konsumgutscheinen.“ Zur Finanzierung einer möglichen Kaufprämie wolle die Industrie aber nicht auf den Steuervorteil bei Dieselkraftstoff verzichten: „Eine Erhöhung der Dieselkraftstoffbesteuerung halte ich für falsch“, so Müller. „Ich glaube, dass sich jeder Euro, den wir in eine Kaufprämie investieren würden, nach wenigen Monaten mehr als rechnen würde.“ Denn die Auswirkungen der Pandemie auf ihre Branche seien gewaltig. „Selbst in unserem optimistischen Basisszenario, wenn der Hochlauf im Mai gelingt, ist ein Minus von mindestens 20 Prozent für das Gesamtjahr zu erwarten“, sagte die VDA-Präsidentin.

Foto: Parkende Autos in einer Straße, über dts Nachrichtenagentur

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