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Union will härtere Strafen für Kindesmissbrauch vor Sommerpause

Justizministerium, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sich bereiterklärt hat, Strafen für Kindesmissbrauch zu verschärfen, dringt die Union auf eine rasche Gesetzesänderung. „Späte Einsicht ist besser als keine“, sagte der CDU-Rechtsexperte Patrick Sensburg der „Bild“ (Freitagausgabe). „Wir sollten die Strafverschärfung jetzt unverzüglich auf den Weg bringen und noch vor der Sommerpause beschließen.“

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Sensburg plädiert für eine Neufassung des Strafrechtsparagrafen 176 mit generell härteren Strafen. Sonderregelungen für minderschwere Fälle könnten angefügt werden. Zustimmung zu einer Strafverschärfung kommt auch aus der SPD. „Ich begrüße die Entscheidung der Ministerin“, sagte die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) der „Bild“. Sie sei „absolut“ für härtere Strafen. „Ich will, dass Kindesmissbrauch künftig immer als Verbrechen und nicht als Vergehen eingestuft wird. Ich hoffe auf mehr Haft- und weniger Bewährungsstrafen für Täter.“ Und weiter: „Konsumenten von Kinderpornografie sind für mich Mittäter, die ebenso hart bestraft werden sollten.“

Foto: Justizministerium, über dts Nachrichtenagentur

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